Mittwoch 7. Januar 2026
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Nicht zu Hause und doch daheim

(9.6.2013) Tourismusseelsorger Joseph Farrugia über die Erzdiözese Wien als Gastgeber.

Die Tourismusseelsorge hat allen Grund zu feiern: vor 30 Jahren wurde sie von Pfarrer Joseph „Joe“ Farrugia aufgebaut, der wegen seiner Sprachkenntnisse vom damaligen Weihbischof Franz Jachym mit dieser Aufgabe betraut wurde.  Damals wurde er „ins kalte Wasser geschmissen“, sagt er heute schmunzelnd. Seit 1987 ist die Votivkirche der Gottesdienstort der Tourismuspastoral. Farrugia betreut auch die dortige Pfarrgemeinde. Im Laufe der Jahre ist auch das Vienna International Religious Center (VIRC) entstanden.

   
Das Motto der Tourismuspastoral ist die Gastfreundschaft, so wie sie in der Bibel bei Abraham zu finden ist, betont Joseph Farrugia: „Wir betrachten die Menschen, die zu uns kommen, nicht als Devisenbringer oder Wirtschaftsfaktor, sondern als Gäste der Erzdiözese“, so Farrugia. Neben den Reisenden betreut er auch jene Menschen seelsorglich, die im Tourismus arbeiten und aufgrund ihrer unregelmäßigen Arbeitszeiten am Pfarrleben nicht teilnehmen können.


Auch am Flughafen

Eines seiner „Lieblingskinder“ ist die Flughafenseelsorge in Wien-Schwechat, bei der ihm zwei Pastoralassistenten zur Seite stehen. „Nach 30 Jahren bin ich dort bekannter als jeder Vorstand“, sagt er mit Augenzwinkern. Die drei Andachtsräume werden mit anderen Religionen und Konfessionen geteilt. Eine ökumenische Zusammenarbeit bzw. ein interreligiöser Dialog ist da unabdingbar. Die Messe findet jeden Sonntag um acht Uhr statt. Danach treffen sich die Messbesucher auf einen Kaffee. „Das  ist eine wichtige Pastoralmaßnahme, da die Menschen so ins Gespräch kommen“, so Farrugia. Die Flughafenseelsorge wird, so Farrugia, „gerne angenommen“.


Internationale Messen

Täglich Brot der Tourismusseelsorge ist außerdem die sogenannte „internationale Messe“ – eine Messe, die in der Regel mehrsprachig gefeiert wird, aber deswegen „auch nicht länger dauert als sonst“, klärt Joe Farrugia auf. „In der Regel haben wir Englisch als dominierende Sprache, die Fürbitten werden in sechs verschiedenen Sprachen verlesen, die Lesung ist zweisprachig und alles andere Latein“. Die Messbesucher können sich den ausgedruckten Messtext in ihrer Sprache, der eine bestimmte Farbe hat, holen. „So wissen wir ohne genau zu fragen, welche Sprache dominierend ist und es erleichtert die Arbeit ungemein“. Die Menschen seien froh, wenn sie ein paar Worte in ihrer eigenen Sprache hören und fühlten sich so noch mehr als Teil der globalen katholischen Kirche ernst genommen.


Höhepunkte

Neben der Flughafenseelsorge bezeichnet Joe Farrugia die Homepage des VIRC, die die früheren Messverzeichnisse ersetzt,  als Höhepunkt seiner Tätigkeit. Außerdem wurde ihm „vor Jahren“ die goldene Johann-Strauß-Medaille als Anerkennung der Leistungen  für den Wien-Tourismus überreicht: „Für meine Person war dies nicht so wichtig, aber für die Kirche schon, denn es war eigentlich eine Anerkennung der kirchlichen Arbeit.“    

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 Das Jubiläum feiert der Wiener Tourismusverband und die Kategoriale Seelsorge der Erzdiözese in einer internationalen mehrsprachigen Messe am 2. Juni 2013 um 11:15 Uhr in der Votivkirche.          

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