Donnerstag 8. Januar 2026
Artikel aus dem Archiv

Licht und Schatten

(11.3.2012) Im Interview: Dr. Elisabeth Maier, Leiterin der Wiener Katholischen Akademie.

Eine „Papstgeschichte“ und den Schwerpunkt „Gesellschaftswissenschaften“ bietet die Wiener Katholische Akademie.

 

Was erwartet den Hörer/die Hörerin der Wiener Katholischen Akademie bei der sogenannten „Kleinen Papstgeschichte“ im Sommersemester?

Maier: Ein informativer, sehr spannender und auch durchaus unterhaltsamer Gang durch 2.000 Jahre Kirchengeschichte. In den letzten Monaten wurden die Zuseher geradezu überschwemmt mit TV-Serien wie „Die Borgias. Sex. Macht. Mord. Amen.“ (so lautete tatsächlich der Untertitel!). Die Wirklichkeit ist aber viel interessanter als die Fiktion, wenngleich nicht so reißerisch und trivial. Es gibt viele große, imponierende, beispielhafte, ja heiligmäßige Gestalten auf dem Thron Petri. Es gibt aber auch die dunklen Kapitel, das Scheitern, die Sünde, den Machtmißbrauch. Unser Referent, Msgr. Franz Schlegl, hat die interessantesten Kapitel ausgewählt (ja, auch die Legende von der „Päpstin Johanna“!) und wird sie uns in gewohnter Lebendigkeit nahebringen.

Was umfasst das „vielstimmige Marienlob“?

Maier: Hinter diesem Titel verbirgt sich ein kleiner ökumenischer Zyklus: Drei Vertreter großer christlicher Konfessionen werden sich von ganz verschiedenen Blickpunkten her der Mutter des Herrn nähern: Stefan Lobnig (röm.-kath.) wird auf die Rolle Marias in den Texten des II. Vatikanums eingehen, die Pfarrerin der Wiener evangelischen Stadtkirche, Ines Knoll, wird mit uns behutsam und wach in die wunderbaren Texte von Rainer Maria Rilkes „Marien-Leben“ hineinhören, und Erzpriester Chrysostomus Pijnenburg (russ.-orthod.) schließlich wird uns in einem Lichtbildvortrag die verschiedenen Typen der Marien-Ikonen erklären.

Ein Thema sind auch die Gesellschaftswissenschaften. Warum?

Maier: „Alterspyramide“, „Generationenkonflikt“, „Bevölkerungsstatistik“, „Jugendarbeitslosigkeit“, „Migrationshintergrund“, „plurale Gesellschaft“ – das sind nur einige von den Themen, die in aller Munde und in unserem Denken ständig präsent sind.

 

In dieser Vortragsreihe haben die Hörer die Chance, sich ebenso kompetent wie kompakt zu informieren. Die Referenten sind: Michael Prüller, früherer stellvertretender Chefredakteur der „Presse“ und Leiter des Amtes für Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation, der in der Jugendarbeit tätige junge Theologe Benedikt Michal, Diakon Karl Langer, Leiter der Seniorenpastoral der Erzdiözese Wien, Hubert Gaisbauer (er wird sein neuestes Buch – „Älter werden mit Papst Johannes XXIII“ – vorstellen) und der Dogmatiker Hubert Philipp Weber, der auf ein spezielles Phänomen unserer Tage, den „Neuen Atheismus“, eingehen wird.

 

Wie immer gibt es auch einen Musik-Schwerpunkt. Was ist heuer zu erwarten?

Maier: Etwas ebenso Schönes wie weitgehend Unbekanntes: In der Serie „Das Lied des Biedermeier“ wird Erich Wolfgang Partsch von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Dichter und Komponisten aus dem Schubert-Umkreis präsentieren. Danach werde ich selbst einige unterhaltsame und interessante Dinge aus meinen langen Jahren der Forschung bringen. Alle Vorträge sind bei freiem Eintritt zugänglich (unseres knappen Budgets wegen sind wir jedoch für Spenden sehr dankbar). Außerdem bitten wir (vor allem wegen der Bereitstellung der Kursunterlagen) um Anmeldung
    

Interview: Stefan Kronthaler


 

Info, Anmeldung

Wiener Katholische Akademie, Edith-Stein-Haus, Ebendorfer Straße 8/10, 1010 Wien. Tel./Fax: 01/402 39 17, E-Mail: wka@edw.or.at oder Homepage: www.kath-akademie.at

Gottesdienste
Finden Sie Gottesdienste in Ihrer Umgebung
ERZDIÖZESE WIEN
Wollzeile 2
1010 Wien
Tel.: +43 1 51552 - 0

anliegen@edw.or.at

Impressum
Datenschutzerklärung
Barrierefreiheitserklärung
Cookie-Einstellungen
https://www.erzdioezese-wien.at/
Darstellung: Desktop - Mobil