In Zusammenarbeit mit der interreligiösen Initiative „Yalla City Walks and Subprojects“ und „Kirche im Dialog“ wurde ein Abend gestaltet, der nicht nur informierte, sondern auch zum Weiterdenken und Diskutieren anregte. Weitere Angebote folgen!
In Zusammenarbeit mit der interreligiösen Initiative „Yalla City Walks and Subprojects“ und „Kirche im Dialog“ wurde ein Abend gestaltet, der nicht nur informierte, sondern auch zum Weiterdenken und Diskutieren anregte. Weitere Angebote folgen!
Ende Jänner wurde der Stefanisaal im Curhaus am Stephansplatz zum Ort eines offenen und vielstimmigen Austauschs über eine Frage, die unsere Gesellschaft seit jeher begleitet: Wie gestaltet sich das Verhältnis von Staat und Religion – heute, in Österreich - in einer vielfältigen Stadt wie Wien?
Wien steht für eine lange religiöse Tradition und gleichzeitig für gelebte weltanschauliche Offenheit in einem säkularen Rechtssystem. Im Mittelpunkt standen grundlegende Fragen wie Religionsfreiheit, staatliche Neutralität und das historisch gewachsene kooperative Modell Österreichs.
Gleichzeitig wurden ganz konkrete gesellschaftliche Themen aufgegriffen – etwa Bildung und Religionsunterricht, das Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren, religiöse Symbole im öffentlichen Raum, Integration sowie der gesellschaftliche Zusammenhalt in einer pluralistischen Gesellschaft.
Die Podiumsgäste – Carla Amina Baghajati (Schulinspektorin Islamische Religion), Gemeinderabbiner Schlomo Hofmeister (Jüdische Religion), Katja Eichler (Schulinspektorin Evangelische Religion), Gerhard Weißgrab (Buddhistische Religionsgemeinschaft) und Florian Welzig (Leiter des Kultusamts) – beleuchteten das Spannungsfeld aus unterschiedlichen religiösen, rechtlichen und staatlichen Perspektiven. Dabei wurde deutlich, wie historisch gewachsene Strukturen, aktuelle rechtliche Rahmenbedingungen und politische Debatten ineinandergreifen und wie man gemeinsame den Herausforderungen der Zukunft begegnen kann.
Durch den Abend führte Thomas Schmidinger in der Moderation, der den Austausch mit Sachkenntnis und Herzlichkeit moderierte und dafür sorgte, dass unterschiedliche Standpunkte sichtbar wurden, ohne den gemeinsamen Dialog aus dem Blick zu verlieren. Für einen besonderen Moment der Verbindung sorgte die musikalische Begleitung von Moaz Al Shamma, Jurist und Musiker aus Syrien.
Die Begegnungen und der Austausch machten deutlich, dass das Verhältnis von Staat und Religion kein starres Konstrukt ist, sondern ein dynamisches Zusammenspiel, das kontinuierlichen Dialog erfordert. Ein stetiges Aufeinander zugehen, einander zuhören und bei Unterschieden Spannungen aushalten – auf der Basis eines gegenseitigen Wohlwollens.
In Zusammenarbeit mit der interreligiösen Initiative „Yalla City Walks and Subprojects“ und „Kirche im Dialog“ wurde ein Abend gestaltet, der nicht nur informierte, sondern auch zum Weiterdenken und Diskutieren anregte. Weitere Angebote folgen!