Der heilige John Henry Newman erhält einen festen Platz im weltweiten Kirchenkalender: Sein Gedenktag wird künftig jedes Jahr am 9. Oktober gefeiert.
Der heilige John Henry Newman erhält ab sofort einen festen Platz im weltweiten Festkalender der katholischen Kirche. Papst Leo XIV. hat angeordnet, dass sein Gedenktag künftig jedes Jahr am 9. Oktober gefeiert werden kann.
Newman (1801–1890) gehört zu den bedeutendsten christlichen Denkern des 19. Jahrhunderts. Geboren als anglikanischer Theologe in England, fand er nach einer langen geistlichen Suche Frieden in der katholischen Kirche und wurde später Kardinal. Viele seiner Schriften – etwa über Gewissen, Glauben und Wahrheitssuche – prägen die Kirche bis heute. Erst vor kurzem wurde er zum Kirchenlehrer erhoben, einem Ehrentitel für Heilige, die die Glaubenslehre in besonderer Weise geprägt haben.
Mit der Aufnahme in den sogenannten Römischen Generalkalender steht Newman nun in einer Reihe mit anderen bedeutenden Heiligen, die weltweit gefeiert werden. Sein Gedenktag ist „nichtgeboten“ – das heißt: Pfarren können ihn feiern, sind aber nicht dazu verpflichtet.
Der Vatikan betont in seinem Dekret Newmans Einsatz für Bildung, Predigt und Seelsorge sowie seine Nähe zu armen und benachteiligten Menschen. Sein Leben, so heißt es, sei ein Beispiel für die Suche nach der Wahrheit und für ein Glaubenszeugnis, das bis heute inspiriert.
Für die Praxis bedeutet der neue Gedenktag: Die Bischofskonferenzen werden auf der Basis der lateinischenbn Originale muttersprachliche Texte für die Messe und das Stundengebet zum Gedenktag des Hl. john Henry Newman, am 9. Oktober bereitstellen, die in Gottesdiensten verwendet werden können.