Sieg für Polen, Österreich 14. Erzdiözese Wien prägt das Team
Bei der Priesterfußball-Europameisterschaft in polnischen Erzdiözese Lublin krönte sich das starke Gastgeberteam Polen zum Sieger. Platz 2 ging an Kroatien, Platz 3 an Portugal. Österreich erreichte Rang 14. Im Jahr 2027 ist Kosovo Austräger der Priester-EM.
„Es war für viele aus unserem Team die erste EM-Erfahrung und so sind wir motiviert für nächstes Jahr im Kosovo“, zieht Kapitän Michael Semmelmeyer, Kaplan in Perchtoldsdorf, Bilanz. Gastgeber Polen hat viel Wert auf die Liturgie und schön gestaltete Gottesdienste gelegt. Ein Beispiel: 255 teilnehmenden Priester bekamen für die heiligen Messen ein Messgewand zur Verfügung gestellt. Für Semmelmeyer war der Eröffnungsgottesdienst am Montag in der Erzkathedrale das geistliche Highlight. Erzbischof Stanisław Budzik, Metropolit von Lublin, hat diesen zelebriert. Abseits der Spiele und der Gottesdienste gab es ein umfangreiches Kulturprogramm und die Priester konnten sich bei den Empfängen austauschen. Sie alle eint der katholische Glaube.
Beeindruckt haben Kapitän Semmelmeyer auch die vielen Fans, die die Priester anfeuerten. Der niederösterreichische Kaplan zum Sportlichen: „Wir haben zwei Siege errungen, schauen aber besseren Platzierungen entgegen. Wir freuen uns aber über den guten Geist, der über der ganzen Veranstaltung gelegen hat und konnten wieder mit Priestern aus Nah und Fern Kontakte knüpfen.“ Die „gegnerischen“ Teams haben die Leistungen und das große Engagement der Österreicher anerkannt.
Insgesamt nahmen 18 Nationen mit 255 Priestern teil, die Siegerehrung fand am Donnerstag abends statt, Freitag ist Abreisetag.
Lob kam von Österreichs oberstem Kirchensportler Sepp Eppensteiner. Der Vorsitzende der Diözesansportgemeinschaft berichtet, dass das Team daheim enorme Resonanz erfahren habe: „Viele haben die Daumen gedrückt oder für verletzungsfreie Spiele gebetet.“ Die Priesternationalmannschaft sei ein echter Sympathieträger und „ein echter Gewinn für die Kirche in Österreich“.
Für Beobachter ist auch klar: Die Bischöfe der 18 Länder werden wohl wieder froh sein, wenn „ihre“ Priester ohne allzu großen Verletzungen nach Hause kommen und am Sonntag wieder die Gottesdienste zelebrieren …