Tuesday 19. January 2021
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"Ernährungssicherheit muss ganz oben auf die Agenda"

(18.06.2012) Caritas-Chef Küberl appelliert an die Regierung, sich auf der UN-Konferenz "Rio+20" für Maßnahmen zur Ernährungssicherheit und damit für eine Zukunft ohne Hunger einzusetzen.

Anlässlich des Rio+20-Gipfels der Vereinten Nationen, die von Mittwoch, 20., bis Freitag, 22. Juni 2012, in Rio de Janeiro stattfindet, appelliert Caritas-Präsident Franz Küberl an die Österreich-Vertreter, allen voran Bundesminister Berlakovic und Staatssekretär Waldner, sich für das Recht auf Nahrung und damit eine Zukunft ohne Hunger stark zu machen: "Ich bitte Sie, alles dafür zu tun, dass das Menschenrecht auf Nahrung endlich Realität wird, Spekulationen auf Nahrungsmittel und Landgrabbing aufhören, die weltweite Wirtschaft auf Nachhaltigkeit und Fairness ausgerichtet wird und nicht zuletzt verbindliche Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels beschlossen werden."

 

Caritas-Netzwerk nimmt teil

"Ernährungssicherheit muss ganz oben auf die Agenda", fordert Küberl. Für die Zeit nach Ablauf der Millenniumsentwicklungsziele (2015) müsse sich die internationale Staatengemeinschaft zudem auf Nachfolgeziele verständigen die den Kampf gegen den Hunger in den Mittelpunkt stellen, ist der Caritas-Präsident überzeugt.

 

Bundesminister Nikolaus Berlakovic leitet die Österreich-Delegation in Rio, der für Entwicklungsfragen zuständige Staatsekretär Wolfgang Waldner ist bei den Vorverhandlungen anwesend. Insgesamt treffen einander in Rio Regierungschefs und Zehntausende Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft, um neue Wege für eine nachhaltige Entwicklung zu beschreiten sowie Strategien zu definieren, wie Armut reduziert und soziales Gleichheit und der Schutz der Natur und ihrer Ressourcen erreicht werden kann. Auch das internationale Caritas-Netzwerk nimmt an der Konferenz aktiv teil und macht den Kampf gegen den Hunger zur Priorität.

 

Täglich sterben 7.000 Kinder an Hunger

"Schon bei der ersten UN-Konferenz in Rio vor 20 Jahren wurde betont, dass alle Menschen das Recht auf ein gesundes und produktives Leben im Einklang mit der Natur haben. Für hungernde Menschen ist kein gesundes und produktives Leben möglich. Angesichts der Tatsache, dass nach wie vor 925 Millionen Menschen an Hunger leiden und jeden Tag 7.000 Kinder an den Folgen von Hunger und Unterernährung sterben, muss das Ziel einer Zukunft ohne Hunger, oberstes Priorität der politischen EntscheidungsträgerInnen werden. Es wäre ein dramatisches Versagen globaler Politik, wenn die Konferenz in Rio nicht dafür genutzt würde", so Küberl.

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