Donnerstag 1. Januar 2026
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Benediktiner-Abtpräses Haidinger wiedergewählt

(27.10.2011) Abtprimas Notker Wolf und die Benediktinerin Michaela Puzicha sprachen beim Generalkapitel der österreichischen Benediktiner.

Nach den Satzungen der Österreichischen Benediktinerkongregation tagt alle drei Jahre das Generalkapitel, das aus den Äbten und Delegierten der 14 Benediktinerklöster in Österreich besteht. Dieses fand von 23. bis 26. Oktober 2011 im Caniusiusheim Centrum in Horn statt.
Bei der vorgesehenen Wahl wurde Abt Christian Haidinger OSB aus dem Stift Altenburg als Abtpräses wiedergewählt. Ihm zur Seite steht das Präsidium, das mit Abt Johannes Perkmann OSB (Michaelbeuern), Abt Maximilian Neulinger OSB (Lambach), P. Daniel Sihorsch OSB (Kremsmünster) und P. Korbinian Birnbacher OSB (St. Peter) vertreten ist. Auch alle Kommissionen und Dienste für die Kongregation wurden bestätigt.

 

Monastisches Update

Die Leiterin des Instituts für Benediktinische Studien in Salzburg, Schwester Michaela Puzicha OSB, stellte die Regel Benedikts als "Original-Programm" für mönchisches Leben vor, das nur durch tägliche Updates in der heutigen Zeit umgesetzt werden kann. Darin liege das Geheimnis, dass diese 1500 Jahre alte Regel bis heute nicht nur gelesen, sondern auch gelebt werde. Zur "Beständigkeit" des Mönchtums gehöre das "tägliche neue Bemühen im Hören auf Gottes Wort". Wie die Regel selbst ein Update der ihr vorausgehenden monastischen Weisheit darstelle, so müssten sich heutige Updates am Grundprogramm der Regel ausrichten. Das Zweite Vatikanische Konzil sprach vom "Aggiornamento". Updates müssten jedoch jeweils vom Hersteller autorisiert und legalisiert werden; das Generalkapitel habe den Auftrag, dies für die Kongregation wahrzunehmen, erklärte Schwester Michaela Puzicha OSB.

 

Benediktinische Werte seien seit alters her Gebet, Lesung und Arbeit. Der Mönch preise Gott zusammen mit seinen Brüdern mehrmals am Tage, schenke seine volle Aufmerksamkeit dem Wort der Schrift und stelle Gott in den Mittelpunkt seiner täglichen Arbeit, so Schwester Michaela Puzicha OSB. Äbte und Obere müssten auch Sorge tragen, dass die benediktinischen Standards glaubwürdig gelebt werden. "Das menschliche und geistliche Wachstum des einzelnen, aber auch der Gemeinschaft müssen stets im Auge behalten werden", betonte die Schwester.

 

Vom Pioniergeist der Benediktiner

Trotz seines vollen Terminkalenders nahm der Abtprimas der Benediktiner, Abt Notker Wolf OSB aus Rom großteils an den Beratungen des Generalkapitels teil. In einem sehr erfrischenden Vortrag brachte der bekannte Buchautor "Punkte, die mir auf der Seele brennen". Er berichtete über die weltweite Situation der Benediktinerklöster. Der Abtprimas erinnerte an den Pioniergeist der Benediktiner durch die Jahrhunderte, die sich mit Risikobereitschaft und Entscheidungsfreude auf neue Experimente in der Seelsorge und im gemeinschaftlichen Leben eingelassen haben. Dies verlange eine vorbehaltlose Hingabe an Gott. "So können wir entschieden für das Evangelium eintreten", sagte der Abtprimas. "Entweltlichung" (Benedikt XVI.) heiße nicht "Weltfremdheit", sondern bedeute für Benediktiner heute ein einfacher Lebensstil, Schlichtheit, Ehrlichkeit und Verzicht auf Machtausübung.

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