Das Sportzentrum „Marswiese" der Erzdiözese in Wien-Neuwaldegg bietet (Hobby-)Sportlerinnen und Sportlern: Fußball, Tennis, Leichtathletik und natürlich das Klettern.
Das Sportzentrum „Marswiese":
Neuwaldeggerstraße 57A
1170 Wien
Tel.: 01/489 71 72
Fax: 01/489 71 82 19
E-Mail: rezeption@marswiese.at
Internet: www.marswiese.at
Die 2011 errichtete Kletterhalle ist das Herzstück. „Klettern ist zur Zeit ,in‘, es fördert das Selbstvertrauen und ist im hohen Maße motivierend“, sagt Hans Gärtner („Referat Kirche und Sport“) über das kirchliche Sportzentrum „Marswiese" im Westen Wiens: „Auch Generalvikar Nikolaus Krasa klettert hier.“
Die Kletterhalle sei „ein zusätzliches attraktives Angebot der Marswiese, auch für neue Zielgruppen“. Kletterfreaks kommen hier voll auf ihre Rechnung: Über 150 Routen von den Schwierigkeitsgraden 3 bis 10 auf ca. 900 Quadratmeter Kletterfläche (davon über 200 Quadratmeter Boulderfläche), dazu Kurse für EinsteigerInnen bis Profis. In einem eigenen Therapieraum mit einer 22-Quadratmeter-Therapiewand wird ergotherapeutisches Klettern für Kinder und Jugendliche mit sensomotorischen und mentalen Einschränkungen angeboten.
Für Tennisbegeisterte gibt es eine Fixhalle und 10 Freiplätze. Leichtathletinnen und -athleten finden hier eine Laufbahn und Sprunganlagen. Wer möchte, kann auch „Beachvolleyball“ spielen. Im Bereich Fußball/Ballspiele gibt es ein Fußballfeld mit Kunstrasen, Mehrzweckplätze (Kunstrasen-, Naturrasen- und Hartplatz) sowie die ca. 400 Quadratmeter große Ballspielhalle für das Fußballspiel im Winter.
„Wir decken den Jahresbetrieb großteils durch Eigenmitteln“, erzählt Doris Ivan, die gemeinsam mit Stefan Jütte Geschäftsführerin des „Sportstättenvereins Marswiese“ ist, der seit 1992 für die Verwaltung des Sportzentrums verantwortlich ist.
Sport betreiben kann im Sportzentrum „Marswiese“ jede und jeder. „Man muss nicht Mitglied sein“, sagt Ivan.
Das idyllisch im Wienerwald gelegene Sportareal wurde in der Zwischenkriegszeit vom „Reichsbund" als Sportanlage genutzt, erzählt Gärtner. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich die Sport- und Jugendarbeit vermehrt in den Pfarren. Im Jahre 1951 wurde die „Marswiese" durch die Erzdiözese Wien von der Fürst Schwarzenberg’schen Güterverwaltung erworben und 1970 übernahm die Diözesansportgemeinschaft die Verwaltung.
Gärtner verkörpert – hauptberuflich von 1967 bis 2009, also seit über 42 Jahren – in der Erzdiözese Wien das Thema „Kirche und Sport". „Es ist eine unserer Aufgaben, innerkirchlich zu motivieren, mehr Sport zu betreiben", sagt Gärtner: „So wie Kirche Gemeinschaft ist, so schafft Sport Gemeinschaft und damit auch die Basis, um den Menschen auf diese niederschwellige und absichtslose Weise das Evangelium näherzubringen.“
Das Gelände werde von vielen Pfarren im westlichen Bereich Wiens „sehr stark genutzt“, sagt Jütte: „Manche kommen regelmäßig, darunter auch viele katholische Schulen." 100.000 Eintritte werden jedes Jahr auf der „Marswiese" gezählt. Im Rahmen der Fußball-Meisterschaft der „Diözesan-Sport-Gemeinschaft" wird ein Großteil der Spiele auf der „Marswiese" ausgetragen. „An die 150 Vereine spielen da mit", weiß Gärtner.
„In den Sommerferien werden freie Kapazitäten für Kindercamps in fünf Kombinationen – Tennis/Sport, Tennis/Klettern, Klettern/Sport, Klettern/Wildniscamp und Fußballcamps – genutzt", unterstreicht Ivan: Das ganze Jahr über sehr beliebt sind auch die Angebote „Kinderparty" und „Kindergeburtstage in der Kletterhalle".
Die „Marswiese" hat an 363 Tagen im Jahr von 7 bis 23 Uhr geöffnet, „nur an zwei Tagen nicht“, sagt Gärtner: „Am Heiligen Abend und am Karfreitag."
Stefan Kronthaler