
Die Orthodoxe Bischofskonferenz für Österreich hält am Montag, 5. März, in Wien ihre Vollversammlung ab. Erstmals tagen die orthodoxen Bischöfe unter dem Vorsitz des neuen orthodoxen Metropoliten von Austria, Arsenios (Kardamakis), der im Dezember 2011 die Nachfolge des verstorbenen Metropoliten Michael Staikos angetreten hat. Zum Auftakt ihrer Konferenz treffen die orthodoxen Bischöfe mit Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz zusammen.
Diese erste offizielle Begegnung der Bischofsversammlung mit einem Mitglied der Bundesregierung findet in der Metropolis am Fleischmarkt in der Wiener Innenstadt statt.
Referat von Dekan Jäggle
Auf dem Programm der Orthodoxen Bischofskonferenz stehen unter anderem zwei Referate von Fachleuten: Ministerialrat Anton Stifter vom Kultusamt beleuchtet die rechtliche Situation der Kirchen in Österreich, der Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät, Martin Jäggle, stellt das geplante Master-Studium in orthodoxer Religionspädagogik vor. Der orthodoxe Militärseelsorger Alexander Lapin berichtet über den Aufbau der orthodoxen Seelsorge im Bundesheer und der Leiter des orthodoxen Schulamtes, Branislav Djukaric, über die Situation des Religionsunterrichts.
Teilnehmende Bischöfe
Unter dem Vorsitz von Metropolit Kardamakis, der dem Patriarchat Konstantinopel angehört, nehmen Erzbischof Mark (Golowkow) von Jegorjewsk (Patriarchat Moskau), der in Berlin residierende Weihbischof Hanna Haikal (Patriarch Antiochien), Bischof Irinej (Bulovic) von Novi Sad (Patriarchat Belgrad) und der in Nürnberg residierende rumänisch-orthodoxe Metropolit Serafim (Joanta) an der Bischofskonferenz teil. Die Bischöfe sind jeweils für die österreichischen Gemeinden ihrer Patriarchate zuständig. Mit den Bischöfen sind auch die Pfarrer der griechisch-orthodoxen, russisch-orthodoxen, antiochenischen, serbisch-orthodoxen, rumänisch-orthodoxen, bulgarisch-orthodoxen und georgisch-orthodoxen Gemeinden in Wien bei der Bischofskonferenz anwesend. Zu ihnen zählt der Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) und rumänisch-orthodoxe Bischofsvikar Nicolae Dura.
Panorthodoxe Vesper
Bereits am Sonntagabend nehmen die Bischöfe - zusammen mit orthodoxen Gläubigen aus den verschiedenen Gemeinden - um 18.00 Uhr in der orthodoxen Dreifaltigkeitskathedrale am Fleischmarkt an der "Panorthodoxen Vesper" zum "Sonntag der Orthodoxie" teil. Der "Sonntag der Orthodoxie" erinnert an das 7. Ökumenische Konzil von Nizäa im Jahr 787, bei dem die Ikonenverehrung als rechtmäßig wiederhergestellt wurde. Das Fest fällt immer auf den ersten orthodoxen Fastensonntag und wird heute in der Diaspora auch als Zeichen der Einheit der orthodoxen Kirche begangen.
(red/KAP)
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