Donnerstag 15. Januar 2026
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"Eine lange und intensive Zeit"

(27.04.2011) Bei der Pilgerfahrt der Malteser nach Lourdes steht die Gemeinschaft zwischen Menschen mit Behinderung, Betreuern und Pilgern im Vordergrund.

"Die Lourdeswallfahrt des Maltesterordens und des Malteserhospitaldienstes ist seit 50 Jahren immer am ersten Maiwochenende eine gemeinsame Fahrt von Menschen mit Behinderung, von Pilgern und von Maltesern, die sich um die Betreuung der Gäste kümmern", erklärt Georg Male, der Einsatzleiter der Wallfahrt. Am Freitag, 29. April 2011, starten knapp 300 Pilger aus Österreich in den südfranzösischen Marienort, in dem 1858 die Gottesmutter einem Mädchen erschienen ist.

 

Eine Sternwallfahrt aus aller Welt

Malteser aus der ganzen Welt werden die ersten Maitage in Lourdes verbringen. "Es ist eine Art Sternwallfahrt. Tausende Malteser und Betreute kommen zusammen", so Male. Er fährt bereits zum siebenten Mal, zum fünften Mal als Einsatzleiter der Wallfahrt nach Lourdes. Aus Österreich machen sich 60 Menschen mit Behinderung, 130 Pilger und zirka 90 Malteser, die sich um die Betreuung kümmern, auf den Weg.

Auf Grund der Seligsprechung von Papst Johannes Paul II. wird das Programm in Lourdes verändert, damit Sonntagvormittag die Seligsprechung live aus Rom auf großen Videowalls mitverfolgt werden kann. Das Programm während der sechs Tage in Lourdes ist dicht gedrängt und es bleibt kaum Freizeit. "Die Wallfahrt ist für alle Beteiligten enorm anstrengend. Nach dem Zurückkommen braucht man vier bis fünf Tage Schlaf, um wieder halbwegs ins Lot zu kommen", so Male.

 

"Man kommt verändert zurück"

"Stark im Vordergrund steht die Gemeinschaft von fast 300 Menschen, die sechs Tage miteinander unterwegs sind. Wir fahren mit dem Zug dort hin, das ist von Wien aus eine Fahrt von 28 Stunden. Das ist eine lange und intensive Zeit", erzählt Male. Die Wunder von Lourdes seien nicht die großen, wenn jemand aus dem Rollstuhl aufstehe, auch wenn es schön wäre, wenn genau das passiert, sondern die vielen kleinen, erklärt Georg Male: "Wenn sich jemand wieder am Leben freuen kann, wenn jemand Zuwendung und Kontakt findet. Das relativiert auch den eigenen Alltag und man kommt in gewisser Weise jedes Mal verändert zurück."

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