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28.07.2019 · Glaube · Berufung

Ignatius von Loyola, Gründer der Jesuiten

Von Anfang an waren das konkrete Engagement für Arme, Ausgegrenzte, aber auch die Organisation von Bildungseinrichtungen sowie die Mission im Fokus der Jesuiten. Ignatius leitete die sich schnell weltweit ausbreitende Gemeinschaft mittels Briefen. Mehrere Tausende dieser Briefe sind von ihm erhalten.

Am 31. Juli 1556 starb in Rom Iñigo López Oñaz de Recalde y Loyola, bekannter unter dem Namen Ignatius von Loyola. Er ist als Gründer der Gesellschaft Jesu (Jesuiten), der bis heute größten Ordensgemeinschaft der katholischen Kirche bekannt. Sein Todestag ist zugleich sein liturgischer Gedenktag.

Iñigo wurde 1491 auf dem elterlichen Schloss in Azpeitia im Königreich Navarra geboren. Früh verwaist, wuchs er im adeligen Milieu auf und wurde  leidenschaftlicher Soldat. Bei der Verteidigung der Stadt Pamplona erlitt er am 20. Mai 1521 eine schwere Beinverletzung, Die lange Genesungszeit veränderte sein Leben.

Auf der Suche nach Lektüre fand er ein Buch über das Leben Jesu und ein weiteres über Heilige. Hin und her gerissen zwischen seinen Tagträumen, die ihn unruhig und unzufrieden machten, und der Lektüre, die ihn positiv stimmte, entdeckte er an sich selbst, was er später unter dem Begriff „Unterscheidung der Geister“  weitergab.

 

Ignatius: „Gott in allen Dingen finden“

In der Abtei von Montserrat legte er eine umfangreiche Lebensbeichte ab und hinterließ vor dem Bild der Gottesmutter sein Schwert. Daraufhin zog er sich in eine Höhle an einem kleinen Fluss in Manresa nieder, wo er zehn Monate lang ein radikal asketisches Leben führte. In diesen Monaten entstand auch die Urform seines Exerzitienbuches. Die Erfahrung dieser Jahre fasste er in einem Satz zusammen, der seine Spiritualität am besten auf den Punkt bringt: „Gott in allen Dingen finden“

 

1523/24 machte sich Ignatius, wie er sich bald aus Verehrung für den frühchristlichen Märtyrer  nannte, auf den Weg ins Heilige Land, um dort zu bleiben. Mit diesem Vorhaben scheiterte er aber an den bereits ansässigen Franziskanern, die ihn unter Androhung der Exkommunikation zwangen, zurückzukehren.

 

Gemeinschaft um Ignatius

Mittlerweile bereits 33 Jahre alt, holte er den Schulabschluss nach, der ihm den Zugang zum Theologiestudium ermöglichen sollte. Zugleich formte sich bereits ein Kreis um ihn, in dem das Evangelium gelesen und gemeinsam gebetet wurde. Damit geriet Ignatius ins Visier der allgegenwärtigen spanischen Inquisition. In der Folge musste er sein Studium in Paris fortsetzen. Dort teilte er seine Unterkunft mit seinen ersten Gefährten: darunter Franz Xaver, und Peter Faber.Ihnen gab er  seine Methode der Exerzitien weiter.

 

Am 15. August 1534 legte er mit sechs Gefährten in der Kirche Saint Denis auf dem Montmartre die Gelübde der Keuschheit und der Armut ab. Die kleine Bruderschaft hatte das Ziel, im Hl. Land Muslime zum Christentum zu bekehren. Als sie erkannten, dass dies aufgrund der angespannten politischen Lage nicht zu realisieren war, zogen sie nach Rom, um sich in den Dienst des Papstes zu stellen.

 

In Venedig wurde Ignatius am 24. Juni 1537 zum Priester geweiht, feierte aber erst eineinhalb Jahre später, zu Weihnachten 1538 in Santa Maria Maggiore in Rom seine ersten Heilige Messe.

 

Kein klassisches Ordensleben

In Rom wurden Ignatius und seine Gefährten von Papst Paul III. wohlwollend aufgenommen und als Ordensgemeinschaft anerkannt,obwohl ihre Art des Ordenslebens, die auf die klassischen Kennzeichen wie Klostergebäude, Habit, gemeinsames Stundengebet bewusst verzichtete, zunächst verstörend wirkte.

 

Die junge Gemeinschaft war von Anfang an militärisch organisiert. Zentrale Leitung, Gehorsam, ein hohes Maß an (Selbst-)disziplin und flexible Einsatzbereitschaft machten die Gemeinschaft, die sich „Gesellschaft Jesu“ nannte, für die einen verdächtig, für viele andere aber äußerst anziehend.

 

Von Anfang an waren das konkrete Engagement für Arme, Ausgegrenzte, aber auch die Organisation von Bildungseinrichtungen sowie die Mission im Fernen Osten und in den neuen spanischen Kolonien, im Fokus der Jesuiten.

 

Ignatius leitete die sich schnell weltweit ausbreitende Gemeinschaft mittels Briefen, die erzumindest in den ersten Jahren alle eigenhändig verfasste. In diesen buchstäblich tausenden Briefen spiegelt sich seine Leidenschaft für Christus wieder.

 

Gesellschaft Jesu – die Jesuiten

Als Ignatius im Hochsommer 1556 starb, zählte sein Orden  bereits weit über 1.000 Mitglieder weltweit.

 

Der Papst betraute die schnell wachsende, dynamische Gemeinschaft mit der Aufgabe, die Protestanten nördlich der Alpen wieder für die Kirche zu gewinnen.

 

Die Jesuiten erfüllten diese Aufgabe in einer sehr effektiven Weise. Sie erkannten die Notwendigkeit der Ausbildung des Klerus und gründeten das Collegium Romanum und speziell für deutschsprachige Geistliche das Collegium Germanicum.

 

Ihre entscheidende Rolle in der Vorbereitung, Durchführung und Durchsetzung des Konzils von Trient machte die Jesuiten in Mitteleuropa geradezu zum Inbegriff der sogenannten Gegenreformation. Durch Ihre gezielte Konzentration auf soziales Engagement, Bildung und Mission, vor allem aber auf die geistlichen Exerzitien prägen die Jesuiten die Gestalt der katholischen Kirche bis heute.

erstellt von: Georg Schimmerl
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Weitere Informationen:

Ignatiusfest der Jesuiten in Wien

 

31.7.2020, 18.30 Eucharistiefeier mit P. Andreas R. Batlogg SJ

 

Konzilsgedächtniskirche Lainz , Kardinal Königplatz 1 1130 Wien


Gebet des Hl. Ignatius von Loyola

 

Suscipe


Nimm hin, oh Herr, meine ganze Freiheit
nimm hin mein Gedächtnis, meinen Verstand
und meinen ganzen Willen.
Was ich habe oder besitze,
hast Du mir alles gegeben.
Dir gebe ich alles wieder zurück,
verfüge darüber ganz nach Deinem Wohlgefallen
Deine Liebe allein und Deine Gnade gib mir,
dann bin ich reich genug
und verlange weiter nichts.

 

(Hl. Ignatius von Loyola)

 

 


Neues Konzept von Ordensleben - die „Konstitutionen“ des heiligen Ignatius

 


Schwerpunkt Selige und Heilige

 


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Diakonenweihe von Bonaventure Ughonu SDB und Michal Klučka SDB

Freude bei den Salesianern Don Boscos: Bonaventure Ughonu und Michal Klučka empfangen am Sonntag, den 29. Jänner 2023, die Diakonenweihe. Das Sakrament spendet Weihbischof Stephan Turnovszky.

Das Kreuz ist das Symbol des Christentums schlechthin. Am Konzil von Ephesus (431 n. Chr.) wurde das Kreuz offiziell Symbol für das Christentum. Für Christen ist das Kreuz Zeichen unserer Zugehörigkeit zu Jesus und der Liebe Gottes zu den Menschen. D

Tiroler Pfarre sucht Nachfolge für Einsiedlerin von Maria Blut

Interessierte können sich bis Mitte August bei der Pfarre St. Johann in Tirol bewerben. Die Eremitage am Fuße des Niederkaisers ist seit mehr als 300 Jahren durchgängig bewohnt.

Ein „diakonaler“ Rundgang durch das Rom der ersten Christ:innen und Zeugnisse eines gemeinsamen Glaubens.

Diakonenanwärter in Rom: Von Laurentius zu Franziskus

Ein „diakonaler“ Rundgang durch das Rom der ersten Christ:innen und Zeugnisse eines gemeinsamen Glaubens.

Diakonenweihe von Siluan Gall

Eindrücke von der Diakonenweihe von Siluan Gall

Eindrücke von der Diakonenweihe Siluan Galls im byzantinischen Ritus in der Kirche Neuottakring.

Bittwallfahrt

Bittwallfahrt: Wir brauchen den Willen der Fischer in der Kirche

Die Berufungspastoral der Erzdiözese Wien hat am 8. Mai in Kooperation mit den Passionisten und den Schulschwestern Unserer Lieben Frau in Maria Schutz eine Bittwallfahrt zum Weltgebetstag für geistliche Berufungen organisiert.

8. Mai: Bittwallfahrt um geistliche Berufungen

8. Mai: Bittwallfahrt um geistliche Berufungen

Der 8. Mai ist der Welttag des Gebetes um geistliche Berufungen. In der Erzdiözese Wien gibt es eine Wallfahrt dazu.

Vienna Worship Academy 2022

Vienna Worship Academy 2022

Lobpreis, Workshops und inspirierende Talks, von 7. bis 9. Juli 2022, mitten in Wien.

Michal Klučka SDB, Provinzial Pater Siegfried M. Kettner SDB, John Ezeruo SDB

Zwei Salesianer feiern ihre Ewige Profess und starten das Videoprojekt „Mein Leben Mein Weg!“

Die Salesianer Don Boscos freuen sich über zwei Mitbrüder: Michal Klučka SDB und John Nzube Ezeruo SDB.

24. bis 26. September: Berufungstage der Dominikaner für junge Männer in Wien

24. bis 26. September: Berufungstage der Dominikaner für junge Männer in Wien

Mit den Worten „Komm und sieh“, laden die Dominikaner zu den Berufungstagen für Männer zwischen 18 und 35 Jahren vom 24. bis 26. September 2021 ein.

Exklusiver Einblick: eine Woche im Priesterseminar

Wiener Seminaristen geben auf dem Instagram-Kanal der Erzdiözese Wien eine Woche lang einen Einblick in ihr Leben..

Priesterweihe, Kardinal Christoph Schönborn: NN

21 Neupriester in Österreich

Mehr als die Hälfte der 21 Neupriestern des Jahres 2021 sind Ordenspriester. Ein Drittel stammt aus der Erzdiözese Wien.

„Gott qualifiziert die Berufenen!“

Rund um das Hochfest Peter und Paul am 29. Juni finden in Österreich wieder zahlreiche Priesterweihen statt. Das erste Jahr der Priesterausbildung, das sogenannte Propädeutikum, wurde heuer erstmals in integrierter Form durchgeführt.

Heiligenkreuz: Kurienkardinal Koch weihte P. Sebaldus Mair

Heiligenkreuz: Kurienkardinal Koch weihte P. Sebaldus Mair

Leiter des vatikanischen Ökumene-Rates spendete P. Sebaldus Mair in der Stiftskirche von Heiligenkreuz Priesterweihe.

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