Donnerstag 14. Dezember 2017

Heiligsprechung der Päpste

Der Konzilspapst Johannes XXIII. und der erste Papst aus Polen, Johannes Paul II., wurden am Sonntag, 27. April, in Rom heiliggesprochen. Zu diesem weltkirchlichen Ereignis sind mehr als zwei Millionen Gläubige auf den Petersplatz gekommen.


 

Volksnähe der "heiligen" Päpste: Johannes XXIII. und Johannes Paul II. zeichnet eine besondere Nähe zu den einfachen Menschen aus. Das sei ihre stärkste Gemeinsamkeit, heißt es aus dem Vatikan.



Johannes Paul II.

Schon während seiner Priesterausbildung in Polen habe der spätere Johannes Paul II. bei seinen Mitstudenten im Ruf der Heiligkeit gestanden, so der Postulator des Heiligsprechungsverfahrens Slawomir Oder. Er habe es verstanden, den einfachen Glauben des Volkes mit mystischer Tiefe zu verbinden. Dabei sei es ihm immer um eine lebendige Kirche und den Auftrag der Evangelisierung gegangen, um möglichst vielen Menschen das Ideal eines heiligen Lebens nahezubringen.

 

"Er lebte ganz in einem eucharistischen Raum und er regierte die Kirche aus diesem Raum", sagte Slawomir Oder.


 

Johannes XXIII.

Auch Johannes XXIII. verbanden die Zeitgenossen nach den Worten des zuständigen Postulators, des Franziskanerpaters Giovangiuseppe Califano, schon vor seinem Papsttum mit der Aura des Heiligen. Der Konzilspapst habe durch seine Demut in besonderer Weise die Einheit mit Jesus Christus verkörpert. Sein Ausspruch "Gott ist alles und ich bin nichts - das reicht mir", verweise auf einen tiefen Gehorsam gegenüber Gott, der Califano zufolge das stärkste Merkmal dieses Papstes war. Die Anrede als "Heiliger Vater" habe Johannes XXIII. als Auftrag gesehen, tatsächlich heilig zu leben, so Califano.


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