Montag 6. April 2026
Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

suchen
  • YouTube
  • facebook
  • instagram
  • twitter
  • anliegen@edw.or.at
Topmenü:
  • Jobs
  • Mitarbeiterportal
  • Pfarren
  • Personen
  • Presse
  • Shop

Sprachenmenü:
  • EN
  • FR
  • ES
  • IT
  • PL

  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
Hauptmenü:
  • Glauben & Feiern
  •  
  • Nachrichten & Magazin
  •  
  • Service & Hilfe
  •  
  • Menschen & Organisation
  •  

Hauptmenü ein-/ausblenden
17.07.2019 · Weltkirche

"Kirche in Not" zu Christenverfolgung: Westen verschließt Augen

Christenverfolgung ist ein globales Phänomen.

Der Direktor des britischen Zweigs von "Kirche in Not", Neville Kyrke-Smith, bezeichnet es als "Ansporn für unsere Arbeit, dass diese Themen endlich auf hoher politischer Ebene Beachtung finden".

In einigen Weltregionen nimmt die Gewalt gegen Christen "beinahe das Ausmaß eines Völkermords" an: Das geht aus einem Bericht hervor, den das britische Außenministerium unter Beiziehung von NGOs - darunter auch des britischen Zweigs des weltweiten päpstlichen Hilfswerks "Kirche in Not" - jetzt veröffentlicht hat. Der in das Projekt eingebundene anglikanische Bischof von Truro in Cornwall, Philip Mountstephen, weist in der Einleitung zum Bericht darauf hin, dass Christenverfolgung keine Einzeltat, sondern ein "globales Phänomen" sei. Das Christentum sei die weltweit am meisten angegriffene Religionsgemeinschaft. Doch westliche Regierungen würden "ihre Augen vor dieser Realität verschließen", beklagte Mountstephen laut einem Bericht von "Kirche in Not"-Österreich am Mittwoch, 17. Juli 2019.

 

Defizit in Berichterstattung

Der nun vorliegende Bericht gleiche ein erhebliches Defizit in der Berichterstattung aus, auch wenn Verletzungen der Religionsfreiheit bei anderen religiösen Minderheiten nicht ausgeklammert werden dürften, hob der Bischof hervor. Die vorliegenden Ergebnisse und Handlungsempfehlungen sollten ein Aufruf an Politiker und Öffentlichkeit sein, "nicht länger Zuschauer zu sein, sondern Akteure zu werden". 

Im ersten Teil des 176-seitigen Dokuments werden globale Entwicklungen bei der Christenverfolgung dokumentiert. "Kirche in Not" liefert dazu Hintergrundinformationen zur Lage in Afrika, Südasien und im Nahen Osten auf der Basis seiner Projektarbeit in diesen Weltregionen. In den weiteren Teilen geht der Bericht detailliert auf aktuelle Übergriffe gegen Christen ein - zum Beispiel im Irak, in Syrien, Nigeria, China, Sri Lanka und Pakistan, und er formuliert 22 Empfehlungen an das britische Außenministerium. Religionsfreiheit und Maßnahmen als Reaktion auf Gewalt gegen Christen sollten demnach "im Mittelpunkt der Prioritäten des britischen Außenministeriums" stehen. Der Bericht wolle dazu beitragen, Großbritannien "zur weltweit führenden Kraft bei der Verteidigung der Religionsfreiheit" zu machen.

 

Empfehlungen des Berichts umsetzen

Der Direktor des britischen Zweigs von "Kirche in Not", Neville Kyrke-Smith, bezeichnet es als "Ansporn für unsere Arbeit, dass diese Themen endlich auf hoher politischer Ebene Beachtung finden". Es sei an der Zeit, dass die Schwierigkeiten, denen sich Christen und andere religiöse Minderheiten tagtäglich ausgesetzt sähen, erkannt und benannt würden. Und es bleibe zu hoffen, dass die britische Regierung die Empfehlungen des Berichts umsetzt, auch als Impuls für den weltweiten Schutz der Religionsfreiheit, so Kyrke-Smith. "Es ist dringend notwendig, die christliche Präsenz in zahlreichen Ländern zu unterstützen, da die Christen trotz Verfolgung oft Brückenbauer und Instrumente des Friedens sind."

Umfassende Infos zu Verstößen gegen Religionsfreiheit und die Menschenrechtslage in 196 Länder der Welt enthält auch der Bericht "Religionsfreiheit weltweit" von "Kirche in Not" Österreich.


Pew-Studie: Regierungen beschränken Religion

Dass Religionen weltweit zunehmend von Einschränkungen betroffen sind, zeigt eine weitere, bereits am Montag veröffentlichte Studie des US-Forschungsinstituts Pew Research Center. Schikanen durch Regierungen hätten in "vielen Bereichen merklich" zugenommen, nicht nur in autoritär regierten Ländern, sondern auch in vielen europäischen Demokratien, heißt es in der bereits zehnten Pew-Studie zum Thema. Untersucht wurden 198 Länder, Christen seien in 143, Muslime in 140 Ländern betroffen.

Der Nahe Osten und Nordafrika seien gemessen an den Einschränkungen seitens der Regierungen besondere Krisenregionen in Bezug auf Religionsfreiheit, gefolgt vom asiatisch-pazifischen Raum. Den höchsten Anstieg während der Jahre zwischen 2007 und 2017 sei jedoch in Europa zu verzeichnen: Hier stieg die Zahl der betroffenen Länder von fünf auf 20, geht aus der Pew-Studie hervor. Grund dafür sind Bekleidungsvorschriften wie etwa auch das österreichische und deutsche Verschleierungsverbot für Angestellte im öffentlichen Dienst bzw. Gesichtsverschleierungsverbote in der Öffentlichkeit, oder aber Voten gegen den Bau neuer Minarette wie zuletzt in der Schweiz.

In Russland, Ägypten, China, Indien und Indonesien sind die Religionsbeschränkungen laut der Studie am stärksten ausgeprägt, am geringsten waren sie im untersuchten Zeitraum in Brasilien, Südafrika sowie in den fernöstlichen Ländern Japan, Südkorea und Philippinen.

erstellt von: red/kap
zurück
Weitere Informationen:

Wie kann ich verfolgten Christen helfen?

 

Christenverfolgung: Alle fünf Minuten eine Ermordung

 

Christenverfolgung

Schwerpunkt Christenverfolgung

Nachrichten
zurück
Weitere Artikel zum Thema

Papst Franziskus sagt öffentliche Gottesdienste zu Neujahr ab

Papst Franziskus hat kurzfristig seine Gottesdienste zum Jahreswechsel abgesagt. Grund sind laut seinem Sprecher Matteo Bruni akute Ischiasschmerzen.

Papst Franziskus ruft zu Hilfe für Kroatien auf

Franziskus drückt bei Videoansprache im Vatikan Solidarität mit Betroffenen aus.

Erdbeben in Kroatien - Todesopfer in eingestürtzter Kirche

Insgesamt sieben Tote und große Sachschäden. Caritas bittet um Spenden für Nothilfe.

Papst Franziskus und der Hl. Josef

150 Jahre nach der Kür Josefs zum kirchlichen Universalpatron hat der Papst ein Josefsjahr für die Kirche ausgerufen.

"Jugend Eine Welt": Corona trifft auch 2021 unschuldige Kinder

Katholische Hilfsorganisation rechnet mit Folgeschäden der Pandemie wie armutsbedingte Bildungsabbrüche und mehr Kinderarbeit.

Weihnachten in Europa während der Corona-Krise

Auch die Nachbarländer ringen um den Modus für Familienfeiern und Gottesdienste zum Geburtsfest Christi vor dem Hintergrund der Pandemie.

Hilfswerke befürchten Anschläge auf Christen zu Weihnachten

Lage in Nigeria, Pakistan, Indien, Syrien und dem Irak besonders angespannt.

Papst fordert zum Weltfriedenstag "Kultur der Achtsamkeit"

Franziskus wirbt in vorab veröffentlichter Botschaft zum jährlichen Weltfriedenstag am 1. Jänner für einen "wirklich menschlichen Kurs" im Globalisierungsprozess.

Das bringt 2021 in der katholischen Kirche

Corona hält den kirchlichen Terminkalender weiter fest im Griff. Das neue Jahr bringt dennoch die "Lange Nacht der Kirchen ", eine Bibelfestwoche und möglicherweise eine wichtige Bischofsernennung. Papst Franziskus will in den Irak, sein 85. Geburtstag steht bevor.

Papst: Gebet ist "Lichtstreif in größter Dunkelheit"

Franziskus betont in Videoansprache, die wegen Corona die wöchentliche Generalaudienz ersetzt, die Bedeutung des Gebets in Krisenzeiten.

Hl. Josef, Vater Jesus, der Arbeiter

Papst Franziskus ruft ein "Jahr des hl. Josef" aus

Am 8. Dezember 1870 erklärte Papst Pius IX den Hl. Josef zum Schutzpatron der Kirche. In seinem gestern veröffentlichen Schreiben "Patris Corde" ruft Papst Franziskus ein Jahr des Hl. Josef aus.

Vor 475 Jahren Konzil von Trient eröffnet

"Laetare Jerusalem!": Mit diesem Worten berief Papst Paul III. jenes Konzil ein, mit dem die katholische Kirche eine Antwort auf die Verwerfungen der Reformation geben wollte.

Papst macht auf Nöte Behinderter in Corona-Pandemie aufmerksam

Appell zum Tag der Menschen mit Behinderungen. Auch in Pfarren nicht nur architektonische Barrieren beseitigen, sondern solidarische Haltung und Hilfsbereitschaft leben.

Papst bei Messe im Petersdom: Im Advent die Nähe Gottes erkennen

Papst bei Messe im Petersdom: Im Advent die Nähe Gottes erkennen

Franziskus feierte Gottesdienst am ersten Adventsonntag mit am Wochenende neu ernannten Kardinälen.

Papst Franziskus kreiert morgen 13 neue Kardinäle

Papst Franziskus' neue Berater kommen aus allen Teilen der Welt.

Papst schildert in Buch eigene Krisen als "Covid-Situationen"

Mit Buch "Wage zu träumen!", das im Dezember erscheint, regt Franziskus zum Erkennen von Grenz- und Leidsituationen als "Chance für Reifung und Wachstum" an - Studienaufenthalt in Deutschland für späteren Pontifex "Exil", Versetzung in Argentinien "Quarantäne".

Papst sieht Pandemie als Aufruf zum Mentalitätswandel

Franziskus vor Mitgliedern des lateinamerikanischen Priesterkollegs in Rom: Coronavirus macht mangelnde Solidarität als "das große Übel" der Menschheit offenbar.

Papst Franziskus

Papst fordert zum Welttag der Armen mehr Einsatz für Bedürftige

Papst Franziskus kritisiert Kapitalismus und forderte in Zeiten voll Unsicherheit und Zerbrechlichkeit nicht nur an sich selbst zu denken. "Investition ist in Armen garantieren uns ewige Rendite und sie ermöglichen uns schon jetzt, reicher an Liebe zu werden".

Berg-Karabach: Bischöfe drängen auf verstärkte Friedensbemühungen

Erklärung der Österreichischen Bischofskonferenz: "Echte Friedenslösung in der Region" sowie Schutz und Hilfe für Zivilbevölkerung vordringlich.

Bischöfe werben mit Papst Franziskus für eine "neue Politik"

Bischofskonferenz tritt in Erklärung "für Zusammenarbeit über alle kulturellen, religiösen, geografischen, ethnischen und politischen Grenzen hinweg" ein . Menschenrechte "permanenter Arbeitsauftrag".

nach oben springen
Sitemapmenü:
Glauben &
Feiern
Nachrichten &
Magazin
Service &
Hilfe
Menschen &
Organisation

ERZDIÖZESE WIEN
Wollzeile 2
1010 Wien
Tel.: +43 1 51552 - 0

anliegen@edw.or.at

Impressum
Datenschutzerklärung
Barrierefreiheitserklärung
Cookie-Einstellungen
https://www.erzdioezese-wien.at/
nach oben springen