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13.02.2021 · Glaube

Kyrill und Method seit über 40 Jahren Patrone Europas

In ihrer Treue zu lateinischen wie zu byzantinischen, zu westlichen wie zu östlichen Traditionen wirkten Kyrill und Method schon "ökumenisch" in einer Zeit, als die Christen in Ost und West noch zu einer einzigen Kirche gehörten.

Bis heute sind Kyrill und Method im Westen eher unbekannte Patrone Europas. Dabei wirkten die Slawenapostel schon "ökumenisch" in einer Zeit, als die Christen in Ost und West noch zu einer einzigen Kirche gehörten.

In unseren Breiten sind die beiden Slawenapostel Kyrill und Method immer noch wenig bekannt. Und das, obwohl der erste slawische Papst Johannes Paul II. (1978-2005) sie an Silvester 1980 dem Begründer des abendländischen Mönchtums, Benedikt von Nursia, als "Mitpatrone" und Schutzheilige Europas zur Seite stellte.

 

Vor über 40 Jahren, am 14. Februar 1981, wurde ihr Festtag erstmals in dieser Form begangen. Es war eine Zeit, in der die im Kommunismus unterdrückten Christen Mittel- und Osteuropas Schutzpatrone bitter nötig hatten.

 

Auf "beiden Lungenflügeln" müsse das christliche Europa atmen, so das berühmte Wort des Papstes damals: auf dem römisch-lateinischen und dem slawisch-byzantinischen. Eine geistesgeschichtlich wichtige Geste, revidiert sie doch die weit verbreitete These von den drei Säulen, auf denen Europa stehe: Antike, Christentum und Germanentum.

 

Die beiden Brüder gehören zu den wichtigsten Heiligen der Ostkirche. Method (815/20-885), mit bürgerlichem Namen Michael, und Kyrill (827/28-869), bürgerlich Konstantin, stammten aus dem Norden Griechenlands: aus Thessaloniki (Saloniki), damals zweitgrößte Stadt des Byzantinischen Reiches. 862 gingen die Brüder, die eigentlich die monastische Zurückgezogenheit liebten, auf Bitten des oströmischen Kaisers Michael III. auf ihre wichtigste Mission: als Missionare ins Großmährische Reich.

 

Konstantin erkannte die Schwachstelle: Die Slawen besaßen noch keine Schrift. "Wie soll ich auf Wasser schreiben?", soll er den Kaiser gefragt haben. Vor seiner Abreise entwickelte er daher aus den griechischen Kleinbuchstaben ein auf die slawischen Laute abgestimmtes Alphabet. Damit fertigten die Brüder Übersetzungen der wichtigsten christlichen Schriften an: der Beginn des Slawischen als Schriftsprache. Aus der Schrift des Kyrill entwickelten seine Schüler später das kyrillische Alphabet, das noch heute vom Balkan bis Russland verwendet wird.

 

Mission in der Volkssprache

Kyrill und Method missionierten in der Volkssprache. Eine Methode, die ihrer Zeit um Jahrhunderte voraus war. Der aufgezwungenen römisch-germanischen Mentalität westlicher Missionare hatten sich die Slawen zuvor standhaft widersetzt. In einer Rede vor dem Papst verteidigte Konstantin 867 mit Erfolg das Recht der Slawen, die christliche Lehre in ihrer Sprache zu predigen.

 

Konstantin starb am 14. Februar 869 in Rom. Noch kurz vor seinem Tod nahm er das Mönchsgewand und den Ordensnamen Kyrill an. Sein älterer Bruder Method wurde als päpstlicher Legat für die slawischen Länder zurück ins Großmährische Reich gesandt. Ein Missionserzbischof wie rund 130 Jahre zuvor Bonifatius, der "Apostel der Deutschen". Diese Bildung einer slawischen Kirchenprovinz war ein Meilenstein in der Gewinnung der slawischen Welt für das Christentum. Am 6. April 885 starb Method im Süden Mährens, wo mit ihm rund 200 Schüler und Priester wirkten.

 

Nach seinem Tod brach die Mission zunächst zusammen. Der politische Wind hatte sich gedreht. Nur die moralische Autorität des Method hatte die slawische Mission noch über Wasser gehalten. Nun wurden die Schüler in alle Winde zerstreut. Dauerhafte Wurzeln hat das Werk der Slawenapostel zuerst in Bulgarien geschlagen. Dort gab Zar Boris den Schülern Methods eine neue Wirkungsstätte im heute mazedonischen Ohrid. Von dort aus trug das "kyrillische Alphabet" das Christentum über Rumänien bis ins Gebiet der Kiewer Rus und über Moskau bis tief ins heutige Russland.

 

In ihrer Treue zu lateinischen wie zu byzantinischen, zu westlichen wie zu östlichen Traditionen wirkten Kyrill und Method schon "ökumenisch" in einer Zeit, als die Christen in Ost und West noch zu einer einzigen Kirche gehörten. Dass sie die christliche Botschaft für slawische Ohren verständlich machten, dass sie das Slawische als Liturgiesprache einführten, begründete nicht zuletzt die spätere Rom-Bindung von Nationen wie Böhmen, Mähren oder der Slowakei mit. Dennoch bleiben Kyrill und Method bis heute im Westen vergessene Patrone.

erstellt von: Alexander Brüggemann/kap
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Synodalität als Konzils-Erbe: Die Kirche öffnet sich für mehr Beteiligung und eine neue Kultur des Miteinanders. Aufbruch zu einer Kirche, in der alle Getauften Verantwortung tragen.

„In unitate fidei“ – Papst Leo XIV. ruft zur Einheit der Christen auf

Christologische Grundlagen des Konzils von Nizäa als Kompass für die Zukunft der Kirche und für die ökumenische Versöhnung.

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