Monday 25. July 2016

„In der Verkündigung geblieben“

Die Dominikanerin Sr. Katharina Deifel wurde geistliche Schwester, nachdem ihr Mann verstorben war.


Beim Taufnamen haben meine Eltern an Kaiserin Elisabeth gedacht. Dann haben sie gesagt: ,Du bist nicht so schön, daher heißt du nicht Sissi, sondern Liesl‘“, erinnert sich die in Wien aufgewachsene Dominikanerin Sr. Katharina Deifel.


In ihrer Jugend genießt sie Vergnügungen wie Bälle, Theater, Oper oder Reitsport. Aber immer mehr vermisst sie „eine letzte Sinngebung“. Ihre Religionslehrer im Gymnasium prägen sie in Richtung Glauben, für den sie auch eintritt. In der Unterstufe sagt sie zu den Buben: „Ich verdresch‘ dich, wenns‘t in Religion ka Ruah gibst“.


An der Uni kommt Elisabeth in die 68er-Szene. „Erleuchtung“ bringt die Philosophie Immanuel Kants: „Ich erkannte in seinen Auslegungen, dass man Gott gar nicht erkennen kann, sondern dass er die Voraussetzung für mein Erkennen ist“. Das ebnet ihr den Weg zur Religion.


Ihren Mann Peter lernt sie bei einer katholischen Tagung in Eisenstadt kennen. „Es war Liebe auf den ersten Blick und blieb so bis zu seinem leider frühen Tod“, sagt Katharina Deifl nach fast 25 Ehejahren.

 

Bevor ihr Mann stirbt, sagt er zum gemeinsamen Sohn:„Wenn ich sterbe, gib die Mama frei für einen Orden.“ Irgendwie habe er das gespürt, erzählt die Ordensfrau. Sohn Christian meint, sie solle nicht in einen beschaulichen Orden gehen. Das würde auch nicht zu Sr. Katharina passen, die dann mit knapp 50 Jahren bei den Dominikanerinnen eintritt.

 

„Ich glaube, dass man in einem Orden lernt, seine Grundsehnsüchte auf Gott hin zu kanalisieren“, so Sr. Katharina Deifl, „es ist ein Verkündigungsorden und ich bin in der Verkündigung geblieben, erst als Ehefrau und dann als Klosterschwester.“

erstellt von: Der Sonntag / sth/fis

Sr. Katharina Deifel, OP ist Witwe, Mutter, zweifache Großmutter und Ordensfrau.

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