Tuesday 27. September 2016

Franziskus: Volksfrömmigkeit und Wallfahrten nicht abwerten

Papst äußerte sich in einer Audienz für 3.000 Rektoren von Wallfahrtszentren aus allen Kontinenten.


Papst Franziskus hat sich am Donnerstag, 21. Jänner 2016 dagegen gewandt, dass Volksfrömmigkeit und Wallfahrten theologisch abwertend beurteilt werden. Der Papst äußerte sich in einer Audienz für 3.000 Rektoren von Wallfahrtszentren aus allen Kontinenten. Das Erleben der Schönheit der heiligen Orte und der Glaubenshingabe derer, die auf eine Wallfahrt gehen, solle ein wichtiger Teil der Feier des Jubiläumsjahres der Barmherzigkeit sein, sagte Franziskus.

 

Ausdrucksform des „Glaubens des Volkes Gottes“

Er bezeichnete die Teilnahme an Wallfahrten zu Heiligtümern als eine der am meisten beredten Ausdrucksformen des "Glaubens des Volkes Gottes". Es handle sich um eine Form der Evangelisierung, die verstärkt gefördert und gewürdigt werden müsse. An den Marienheiligtümern und den Schreinen der Heiligen begegne man einer tiefen Spiritualität. Jeder bringe einen besonderen Wunsch aus seinem Herzen und ein spezielles Gebet dorthin.

 

Franziskus wies auch darauf hin, dass es ein Fehler wäre, zu glauben, dass diejenigen, die in einer Gruppe pilgern, keine persönliche Glaubenserfahrung machen könnten. Denn jeder Pilger trage seine eigene Geschichte, seinen Glaube, Licht und Schatten seines eigenes Lebens, mit sich, und wenn er in ein Heiligtum komme, fühle er sich sogleich zu Hause, willkommen, verstanden und unterstützt.

 

„In jedem ein Herz, das Gott sucht“

Der Papst erinnerte, dass die Pilger oft müde, hungrig, durstig - physisch, aber auch geistig - seien. Diejenigen, die auf eine Pilgerreise gehen und ihr Ziel erreichten, sollten sich dann zu Hause fühlen, geliebt und mit Augen der Barmherzigkeit angesehen. Jeder, ob reich oder arm, krank, sorgenerfüllt oder nur neugierig, als einfacher Tourist, solle willkommen geheißen werden, "denn in jedem gibt es ein Herz, das Gott sucht".

 

Franziskus hob die Bedeutung des Sakraments der Versöhnung hervor, vor allem im aktuellen Jubiläumsjahr. Der Papst unterstrich, dass diejenigen, die die Beichtstühle aufsuchten, Reue für ihre Sünden fühlten. Gott, fügte er hinzu, wolle nicht verurteilen, sondern begrüße und umarme sie, wie der Vater des verlorenen Sohnes. Die Priester, die den Dienst in den Wallfahrtsorten leisteten, müssten barmherzig sein. Ihre Einstellung müsste der eines Vaters entsprechen. Abschließend sagte Franziskus, er bete, dass die Menschen das "Jubiläum der Barmherzigkeit" als "eine große Wallfahrt feiern" würden.

erstellt von: red/kap

Papst Franziskus bezeichnet die Teilnahme an Wallfahrten zu Heiligtümern als eine der am meisten beredten Ausdrucksformen des "Glaubens des Volkes Gottes". Es handle sich um eine Form der Evangelisierung, die verstärkt gefördert und gewürdigt werden müsse.

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