Der aus Oberösterreich stammende Martin Berndorfer arbeitet seit 2002 mit seiner Frau in La Paz und El Alto. Der DKA-Projektpartner machte es sich zur Aufgabe, auf der Straße lebenden Kindern und Jugendliche Perspektiven für ihre Zukunft zu bieten.
Der aus Oberösterreich stammende Martin Berndorfer arbeitet seit 2002 mit seiner Frau in La Paz und El Alto. Der DKA-Projektpartner machte es sich zur Aufgabe, auf der Straße lebenden Kindern und Jugendliche Perspektiven für ihre Zukunft zu bieten.
Betreiber des Projekts "Maya Paya Kimsa" ist der Österreicher Martin Berndorfer.
Eines von 500 Projekten, für das etwa 85.000 Sternsinger derzeit in ganz Österreich Spenden sammeln, ist die vom Österreicher Martin Berndorfer gegründete Initiative "Maya Paya Kimsa" in Bolivien, die sich der Betreuung von Straßenkindern in der Millionenstadt El Alto widmet. Wie auch die anderen Partnerprojekte der Dreikönigsaktion (DKA) der Katholischen Jungschar ziele auch diese Initiative auf eine wirksame und langfristige Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen vor Ort, geht aus einer Aussendung am Dienstag, 30. Dezember 2014 hervor.
Der aus Oberösterreich stammende Berndorfer arbeitet seit 2002 mit seiner Frau in La Paz und El Alto. Der DKA-Projektpartner machte es sich zur Aufgabe, auf der Straße lebenden Kindern und Jugendliche Perspektiven für ihre Zukunft zu bieten. Die Probleme der 1.300 Betroffenen in El Alto seien sehr komplex, hatte Berndorfer bereits im November in einem "Kathpress"-Interview betont. Gewalt in den zerrütteten Familien, Alkoholkonsum, Arbeitslosigkeit oder aber arbeitsbedingte Dauerabwesenheit der Eltern seien die Hauptursachen, dass Kinder keinen anderen Ausweg sähen, als auf der Straße zu leben. Sie sind dann laut Berndorfer auf sich alleine gestellt; ihnen fehle es an Betreuung und Orientierung.
"Manche Mädchen sehen sich gezwungen, ihren Körper zu verkaufen, um zu überleben", erklärte die lokale Direktorin des Vereins in El Alto, Janneth Perez Molina. Viele Kinder überleben nur durch Betteln, kurzfristige Arbeiten oder Diebstahl. Das reiche für höchstens eine Mahlzeit pro Tag, zum Schlafen diene meist irgendein Ort, der vor Regen schützt. Problematisch sei, dass Kinder und Jugendliche auf der Straße von der Polizei häufig als Gefahr angesehen werden.
Der Projektname "Maya Paya Kimsa" stammt aus der Quechua-Sprache und bedeutet "1, 2, 3". Dies stehe für die ersten Schritte zur Änderung des Lebens, bei denen die Straßenkinder unterstützt werden, erläuterte Molina. Bei der Betreuung stehe zunächst die Gesundheit der Kinder im Vordergrund: "Wir sind mit einem Erste-Hilfe-Koffer unterwegs und versorgen die Kinder mit dem Allernotwendigsten", berichtete Molina. "Wir stellen ein pädagogisches Team zur Verfügung, um die Kinder einzeln zu betreuen." Molina ist stolz über die Erfolge des letzten Jahres: "Von den 237 Kinder und Jugendlichen in unserer Obhut haben 125 den Weg von der Straße weg geschafft."
Lokale Hilfsgelder für "Maya Paya Kimsa" gebe es in El Alto momentan nicht, erklärte Martin Berndorfer. Finanzielle Mittel kämen ausschließlich von Organisationen aus Deutschland und Österreich. Das große Ziel des Projekts sei jedoch klar: "Wir wollen ein Kinderschutzsystem schaffen, damit auf Dauer keine Kinder mehr auf der Straße leben müssen."
Obwohl Bolivien reich an natürlichen Ressourcen ist, lebe ein Großteil der Bevölkerung in bitterer Armut, teilte die Dreikönigsaktion mit. Die Partnerprojekte zeigten immer wieder, dass nach wie vor für viele Einwohner vor allem indigene Bauernfamilien die Ernährungssituation unzureichend sei. Nachholbedarf gebe es auch im Gesundheitswesen, das sich nur schwach entwickle. Die Säuglingssterblichkeit im Land nehme eine Spitzenposition innerhalb Südamerikas ein; Malaria, Ruhr und Tuberkulose seien weit verbreitet.
Straßenkinder hätten im System keinen Platz und würden als "ungeliebte Delinquenten", die eine Belastung für eine zivilisierte Gesellschaft darstellen angesehen. Offiziell gegen die bolivianischen Behörden die Zahl der im ganzen Land mit 4.000 an; doch Schätzungen von Nichtregierungsorganisationen liegen in etwa zehn Mal so hoch.
Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar
Hilfswerk der Katholischen Jungschar
Wilhelminenstraße 91/IIf
1160 Wien Tel. 01/481 09 91
Maya Paya Kimsa:
www.mayapayakimsa.org