"Wir sehen den heutigen Austausch mit dem Bundeskanzler als Startschuss, unsere Expertise für weitere Gespräche und Runden zur Verfügung zu stellen", so Nicole Meissner von der St. Elisabeth-Stiftung.
"Wir sehen den heutigen Austausch mit dem Bundeskanzler als Startschuss, unsere Expertise für weitere Gespräche und Runden zur Verfügung zu stellen", so Nicole Meissner von der St. Elisabeth-Stiftung.
Der Austausch am Freitag mit Bundeskanzler Nehammer könne der Startschuss sein, um in einem eigenen Arbeitskreis Chancen von Alleinerzieherinnen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern, so die St. Elisabeth-Stiftung der Erzdiözese Wien.
Konkrete Maßnahmen zur Sozialhilfe-Reform und zur Verbesserung der Situation Alleinerziehender forderten heute neben der St. Elisabeth-Stiftung weitere eingeladene kirchliche Organisationen beim Austausch mit Bundeskanzler Karl Nehammer zum Thema Armut. Fokus der Stiftung war, Alleinerzieherinnen und ihre Kinder als soziale Randgruppe sichtbar zu machen und die großen Herausforderungen für Alleinerzieherinnen auf dem Arbeitsmarkt zu thematisieren.
Die Stiftung appelliert an die Bundesregierung, Maßnahmen gegen die Kinderarmut zu entwickeln und ihnen so die Chance auf eine bessere Zukunft zu bieten. „Um dieses Ziel zu erreichen und weitere Schritte zu setzen, ist ein kontinuierlicher Arbeitskreis mit den Fachexpertinnen und -experten aus den sozialen Einrichtungen dringend notwendig“, betont Nicole Meissner, Geschäftsführerin der St. Elisabeth-Stiftung der Erzdiözese Wien. „Wir sehen den heutigen Austausch mit dem Bundeskanzler als Startschuss, unsere Expertise für weitere Gespräche und Runden zur Verfügung zu stellen. Wir hoffen, damit konkrete Lösungsansätze erarbeiten zu können, um so die Chancen von Alleinerzieherinnen und ihren Kindern in ihren vielfältigen Problemlagen zu verbessern“, so Meissner weiter.
Alleinerziehende sind besonders stark armuts- und ausgrenzungsgefährdet - das erlebt die St. Elisabeth-Stiftung in ihrer täglichen Arbeit für Mütter in Notlagen. Laut Statistik Austria sind mehr als 50% der Alleinerziehenden stark armuts- und ausgrenzungsgefährdet. Die Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung ist eine große Herausforderung für betroffene Mütter. Grund dafür sind unzureichende Betreuungsangebote und ungünstige Rahmenbedingungen in typischen Frauenberufen wie Gastronomie und Handel. Die Mehrfachbelastungen im Alltag führen bei Alleinerzieherinnen zu einem höheren Risiko, physisch oder psychisch zu erkranken, keine Arbeitsstelle zu finden oder prekäre Arbeitsverhältnisse einzugehen.