Das begehbare Landschaftsgemälde von Stourhead: der See mit der palladianischen Brücke und dem Pantheon.
Das begehbare Landschaftsgemälde von Stourhead: der See mit der palladianischen Brücke und dem Pantheon.
Englische Landschaftsgärten haben Weltruf und gelten vielen Hobbygärtnern als Ideal. Was also liegt näher, als selbst in diese Gartenwelten einzutauchen? Die Leserreise des "Sonntag" bietet die Chance dazu.
Ein Garten ist stets der Versuch eines Abbilds des Paradieses, und die Vorstellung des idealen Gartens wandelte sich mit den Zeiten. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich in England ein neuer Gartenstil, der Englische Landschaftsgarten. Im Gegensatz zu der strengen Geometrie und Symmetrie der Renaissance- und Barockgärten prägen naturnahe Elemente die neu angelegten Gärten.
Als der Garten von Stourhead in der Grafschaft Wiltshire erstmals in den 1740er Jahren eröffnet wurde, beschrieb ihn ein Magazin als "lebendiges Kunstwerk". Der Bankier Henry Hoare der Jüngere gestaltete gemeinsam mit dem Architekten Henry Flitcroft das zeitlose Paradies: eine Reihe minutiös konstruierter Ansichten, die Szenen in einem Landschaftsgemälde gleichen. Das Herzstück des weltbekannten Gartens bildet ein aufgestauter See, wo rundherum klassische Tempel, gotische Gebäude sowie seltene und exotische Bäume angeordnet wurden.
Lanhydrock, nahe der kornischen Stadt Bodmin, ist ein spätviktorianisches Herrenhaus mit einer ausgedehnten Gartenlandschaft. Der historische Garten wurde 1857 angelegt , die jetzige Form entstand später, viele der Pflanzen sind nicht älter als 70 Jahre. Zu entdecken gibt es einen Terrassengarten mit schillernden Beetpflanzen. Wege winden sich durch die Waldlandschaft mit Rhododendren und Himalaya-Magnolien, die zu ihrer vollen Größe an der frischen Luft Cornwalls heranwachsen. Da das Anwesen im Landesinneren und bis zu 130 Meter über dem Meeresspiegel liegt, müssen die Pflanzen mit extremeren klimatischen Bedingungen als in den üppigen Talgärten der Südküste zurechtkommen.
Besucher des St. Michael´s Mount können sich an den Farben und den Düften der einzigartigen subtropischen Gärten, die dank des milden Klimas in der salzigen Meeresbrise gedeihen, erfreuen und eine Vielzahl von Pflanzenarten entdecken. An den wärmespeichernden Granithängen, die so steil sind, dass sich die Gärtner abseilen müssen, um zu Teilen von ihnen zu gelangen, wachsen exotische Pflanzen aus Mexiko, von den Kanarischen Inseln und aus Südafrika.
Cotehele House, ein im Tudorstil erbautes Herrenhaus, liegt hoch über dem westlichen Ufer des Tamar River. Unmittelbar daneben befindet sich ein formaler, mehrstufiger Terrassengarten. Daran angrenzend liegen zwei Obstgärten mit heimischen Apfel- und Kirschbäumen. Durch einen Tunnel erreicht man vom östlichen Garten den wilden Talgarten, der einen mittelalterlichen Fischteich und einen Taubenkogel beherbergt.
An der Mündung des Fal River gelegen, bieten die Trelissick Gardens atemberaubende Ausblicke und eine riesige Auswahl an Pflanzen. Große Zedern und Zypressen sowie Kamelien, Magnolien, Kirschbäume, Rhododendren, Hortensien, Kamelien, Koniferen und Baumfarne zieren den Garten. Dazu kommt eine Sammlung von Glanzmispeln und Azaleen.
Im Freigelände und in den Gewächshäusern des Eden Project wachsen eine Million Pflanzen von ca. 4.000 Arten. Besonderer Wert wird dabei auf die Nachzucht vom Aussterben bedrohter seltener und alter Sorten gelegt, um die Arten- und somit genetische Vielfalt von Nutzpflanzen zu erhalten. Eines der Gewächshäuser beherbergt den größten Regenwald hinter einer Glasfassade. Die Abenteuerreise führt zu Orten, wo die Schokolade wächst oder der Zucker herkommt und man erfährt, wie der Cola-Baum wirklich aussieht. Es geht hoch hinauf zu den Baumkronen und vorbei beim rauschenden Wasserfall. Im mediterranen Glashaus säumen Zitronenbäume, Olivenhaine, Weingärten, Korkeichen und duftende Kräuter den Weg. Der Gast bekommt das Gefühl, dass er gerade am Mittelmeer, in Südafrika oder Kalifornien weilt.
Die Royal Botanic Gardens in London zählen zu den ältesten botanischen Gärten der Welt und zu den wichtigsten Forschungszentren für Botanik. Es sind dort viele Pflanzen zu sehen, die auf der nördlichen Halbkugel nicht heimisch sind. In diesem Jahr stehen Gewürze im Mittelpunkt. Besucher können sich auf eine sinnliche Spurensuche nach Gewürzpflanzen begeben, die früher mit Gold aufgewogen wurden und einmal so wertvoll waren, dass sie die Welt verändert haben.
Eine Reise zu den schönsten Gärten Südenglands. Begleitet wird diese von Kräuterpfarrer Benedikt Felsinger, Prämonstratenser Chorherr von Stift Geras.
Leistungen:
Pauschalpreis pro Person: € 1.699,-;
EZ-Zuschlag: € 299,-
Mindestteilnehmerzahl: 40 Personen
optimundus Reisewelt GmbH
Frau Birgit Hofbauer
Wienerbergstraße 7/5
1110 Wien
Tel.: 01/607 10 70 DW 67444
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Webseite: "Der Sonntag"
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