Die Caritas bittet dringend um Spenden für die Opfer der verheerenden Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Indonesien.
Die Caritas bittet dringend um Spenden für die Opfer der verheerenden Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Indonesien.
Bereits mehr als 1.200 Todesopfer auf indonesischer Insel Sulawesi. Caritas-Präsident Landau: "Menschen, die sich retten konnten, rasch helfen".
Die Caritas bittet dringend um Spenden für die Opfer der verheerenden Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Indonesien. "Das ist eine Großkatastrophe, die große Hilfe braucht", so Caritas-Präsident Michael Landau am Dienstag, 2. Oktober 2018 in einer Aussendung. Neben ersten Maßnahmen wie medizinischer Versorgung und der Bereitstellung von Lebensmitteln, Trinkwasser und Hygieneartikeln, werde es in der Hilfe einen langen Atem brauchen.
Die Zahl der Toten auf der Insel Sulawesi nach dem Beben vom vergangenen Freitag ist inzwischen auf mehr als 1.200 gestiegen, teilte die indonesische Katastrophenschutzbehörde am Dienstag laut Austria Presse Agentur mit. Die Opferzahl dürfte noch weiter steigen. Das Schicksal von tausenden Bewohnern abgelegener Gebiete ist nach dem immer noch unklar. Vielerorts fehlt es zudem an schwerem Gerät, um Trümmer wegzuschaffen.
Zuletzt waren in den Trümmern einer zerstörten Kirche auf Sulawesi 34 tote Bibelschüler gefunden worden. Sie kamen im Jonooge Church Training Centre im bergigen Bezirk Sigi Biromaru südöstlich der Stadt Palu ums Leben. Die Kirche war nach dem Erdbeben von einer Schlammlawine verschüttet worden. Auch dort könnte die Opferzahl noch steigen, weil nach Angaben des Roten Kreuzes zunächst 86 Bibelschüler als vermisst gemeldet wurden.
Am Dienstag wurde der Süden Indonesiens zudem von zwei weiteren Beben erschüttert. Vor der Insel Sumba wurde zunächst ein Beben der Stärke 5,9 gemessen, kurz darauf ein Beben der Stärke 6,0. Berichte über schwere Schäden auf der Insel mit rund 750.000 Bewohnern lagen zunächst nicht vor.
Aktuell versuchten Überlebende, das vom verheerenden Tsunami getroffene Gebiet rund um Palu zu verlassen, hielt die Caritas in ihrer Aussendung fest. In Makassa, der nächstgelegenen größeren Stadt, würden die Menschen von Caritas-Helfern versorgt. Landau: "Wir wissen von unseren Partnern vor Ort, dass die Infrastruktur wie Straßen, Strom- und Telefonnetz, komplett zerstört ist. Das erschwert eine rasche Hilfe. Umso wichtiger ist es, dass nun den Menschen, die sich aus dem Epizentrum des Bebens retten konnten, rasch geholfen wird." Pfarren und Caritas der Diözese Makassa stellten dafür Notunterkünfte zu Verfügung.
Das deutschsprachige Netzwerk der Caritas Österreich, Schweiz und Deutschland ist seit der Tsunamikatastrophe von 2004 enger Kooperationspartner der Caritas Indonesien und hilft auch in der aktuellen Katastrophe vor Ort: Aus Österreich wird ab Mittwoch die Caritas-Katastrophenhelferin Miriam Ebner die Hilfsarbeiten vor Ort unterstützen.
Auch die Diakonie bittet dringend um Spenden für die Opfer der Tsunami-Katastrophe in Indonesien. Die Nothelfer seien immer noch dabei, Überlebende notdürftig zu versorgen, hieß es am Dienstag in einer Aussendung des evangelischen Hilfswerks. "Bis jetzt konnten unsere Partner vor Ort das Nötigste aus den Vorsorge-Lagern holen, aber jetzt gehen die wichtigsten Dinge zur Neige. Neben medizinischer Versorgung muss dringend die Verteilung von Nahrungsmitteln, Wasser sowie anderer dringender Hilfsgüter organisiert werden", so Nina Hechenberger, die Leiterin der Diakonie Katastrophenhilfe Österreich. Insgesamt seien mehr als 660.000 Menschen betroffen, mehr als 16.700 Menschen seien derzeit in 24 Evakuierungszentren notdürftigst untergebracht.
Die Diakonie Katastrophenhilfe ist in Indonesien gemeinsam mit dem kirchlichen Netzwerk "ACT Alliance" und ihren lokalen indonesischen Partnerorganisationen tätig, die Hilfe vor Ort leisten.
Caritas-Spendenkonto: Erste Bank BIC: GIBAATWWXXX IBAN: AT23 2011 1000 0123 4560; Kennwort "Tsunami Indonesien"; www.caritas.at/indonesien
Diakonie Katastrophenhilfe, Spendenkonto: Erste Bank, IBAN: AT85 2011 1287 1196 6333, BIC: GIBAATWWXXX, Spendenkennwort "Tsunami Indonesien". Infos: www.diakonie.at