Zahlreiche liturgische Veranstaltungen auch in den Bundesländern setzten künstlerische Akzente, um die Botschaft des Aschermittwochs und der Fastenzeit zu verdeutlichen.
Zahlreiche liturgische Veranstaltungen auch in den Bundesländern setzten künstlerische Akzente, um die Botschaft des Aschermittwochs und der Fastenzeit zu verdeutlichen.
Beteiligung zahlreicher Künstler an der Liturgie zum Beginn der Fastenzeit - Installationen machen auf die Botschaft von Buße und Umkehr aufmerksam
Am Aschermittwoch als Beginn der Fastenzeit wird in den Kirchen das Aschenkreuz als Zeichen für Umkehr und Buße ausgeteilt. Etliche Angebote der Kirchen im ganzen Bundesgebiet laden auch heuer dazu ein, diesem Tag - er fällt diesmal auf den 18. Februar - einen ökumenischen oder künstlerischen Schwerpunkt zu geben. Spezielle liturgische Feiern gibt es u.a. auch für Journalisten sowie für Künstler.
Eine bereits langjährige Initiative ist die Aschermittwochs-Feier von Christen verschiedener Konfessionen, die in Wien etwa in der Ruprechtskirche stattfindet. Der "ökumenische Aschermittwoch" ab 19 Uhr wird vom Ruprechtskirchen-Rektor P. Hans Brandl sowie von der evangelischen Hochschulpfarrerin Gerda Pfandl geleitet. Das Thema des Wortgottesdienstes mit Aschenkreuz-Verteilung, der besonders auch Familien mit Partnern und Kindern aus verschiedenen Konfessionen ansprechen soll, lautet "Zerreißt eure Herzen, nicht eure Kleider". Im Zentrum steht dabei der alttestamentliche Prophet Joel mit seinen Aufrufen zur Buße sowie auch seinen Hoffnungsworte.
Die Wiener Hofburgkapelle ist bereits ab 17 Uhr Schauplatz des diesjährigen "Aschermittwochs der Künstler", an dem Musiker und Schauspieler unter Verzicht ihres Honorars zugunsten der St. Anna Kinderkrebsforschung Darbietungen geben. Im literarischen Programm unter dem Motto "Sisyphos" wird Nestroy-Preisträgerin Sunnyi Melles mit Studenten des Max Reinhardt-Seminars Texte von Albert Camus, Charles Baudelaire, Günter Grass und anderen Autoren lesen. Neben musikalischen Beiträgen aus allen Epochen ist eine "gestische Intervention" von Jacqueline Kornmüller mit den Wiener Sängerknaben zu Franz Schuhs Videointerview "Über die Zukunft" geplant. (Anmeldung unter office@hofmusikkapelle.gv.at, erbetene Mindestspende 25 Euro).
Besonders an Journalisten ist die Einladung des katholischen Publizistenverbandes gerichtet, der ebenfalls um 17 Uhr den "Aschermittwoch für Medienleute" in der Wiener Michaelergruft veranstaltet. Der Ort ist sehr bewusst gewählt - so wird der Pfarrer der Michaelerkirche, P. Peter von Meijl, inmitten der teils offenen Särgen mit den Worten "Bedenke Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst" das Aschenkreuz auf die Stirn zeichnen.
Zahlreiche liturgische Veranstaltungen auch in den Bundesländern setzten künstlerische Akzente, um die Botschaft des Aschermittwochs und der Fastenzeit zu verdeutlichen. So wird etwa bei der Aschenkreuz-Feier im Innsbrucker Dom (19 Uhr) die Kunstinstallation "Poly X" von Heidi Holleis zu sehen sein, die bis Karsamstag an dieser Stelle verbleibt. Eine Installation von Gerhard Kalian ist im Klagenfurter Dom zu sehen, wo ebenfalls um 19 Uhr Bischof Alois Schwarz die Aschermittwochsliturgie feiert.
In St. Pölten findet - diesmal erst am Donnerstag, 19. Februar um 18.30 Uhr - im Dom eine Fastenbesinnung für Künstler statt. Im Anschluss eröffnet Diözesanbischof Klaus Küng die Ausstellung "Nur Kunst" im Bischöflichen Sommerrefektorium, bei der bis 15. März Werke von zehn bildenden Künstlern und drei Literaten zu erleben sind. Im Gurker Dom wird am Mittwoch mit Beginn der Aschermittwochs-Liturgie um 18 Uhr das "Hungertuch" aus dem Jahr 1458 aufgezogen. Das 89-Quadratmeter-Textilwerk des Meisters Konrad aus Friesach gilt als eines der bedeutendsten Zeugnisse mittelalterlicher Malkunst.
In der Linzer Ursulinenkirche steht die Aschermittwochsliturgie um 20 Uhr unter dem Motto "Memento Mori". Zu sehen ist die Installation "ich bin vergangen, du bist" von Hannelore Demel-Lerchster, zudem gibt es eine Predigt und Orgelimprovisationen von Kirchenrektor Peter-Paul Kaspar.
Öffentlichkeitswirksam startet die Diözese Eisenstadt in die Fastenzeit: Bischof Ägidius Zsifkovics wird bei einem Aschermittwoch-Wortgottesdienst bereits um 11 Uhr das große Kreuz im Eisenstädter Martinsdom verhüllen, was zugleich Auftakt zur "Aktion Liebe" ist. Im ganzen Burgenland werden dabei in der Fastenzeit Kreuze im öffentlichen Raum - auch Marterln und Wegkreuze - verhüllt. Die Fortsetzung der "Aktion Glaube" sowie "Aktion Hoffnung" in den vergangenen Jahren soll Aufmerksamkeit für Glaubenszeichen und damit auch für den Glauben selbst wecken.
(Anmeldung unter office@hofmusikkapelle.gv.at)
katholischen Publizistenverband
"Aschermittwoch für Medienleute" in der Wiener Michaelergruft
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