Seit Dezember leitet Constantin Haider als neuer pädagogischer Geschäftsführer die strategische und inhaltliche Ausrichtung der Privatschulen der Erzdiözese Wien. Gemeinsam mit Eva Lindl, verantwortlich für Kindergärten, Halbinternate und Horte, gestaltet er die Bildung an den 12 Standorten zukunftsorientiert und wertebasiert. Beide eint ihre Leidenschaft für wirksame Pädagogik.
Insgesamt 20 Schulen und drei Kindergärten sind unter dem gemeinsamen Dach der Privatschulen vereint: Mehr als 6.000 Schülerinnen und Schüler finden an den 12 Standorten in Wien und Niederösterreich ihre Bildungsheimat und besuchen die katholischen Kindergärten, Volksschulen, Mittelschulen und Gymnasien sowie die zwei berufsbildenden Schulen (eine HAK und Handelsschule sowie eine Bildungsanstalt für Elementarpädagogik). Was diese Vielfalt verbindet, ist ein gemeinsamer pädagogischer Anspruch: Bildung, die wertebasiert und zeitgemäß gestaltet wird. Für diese Ausrichtung trägt das pädagogische Team der Schulstiftung Verantwortung.
Seit Dezember ist Constantin Haider neuer pädagogischer Geschäftsführer der Schulstiftung. Zuvor war Reinhard Hallwirth für die pädagogische Ausrichtung verantwortlich. Er trat mit Ende des vergangenen Schuljahres nach rund sechs Jahren an der Spitze der Privatschulen in den Ruhestand. Neu-Geschäftsführer und Pädagoge Haider bringt einiges an Erfahrung in der Schulentwicklung sowie der strategischen Führung von außerschulischen Bildungseinrichtungen mit in sein neues Aufgabenfeld. Entsprechend wichtig ist ihm die bewusste Gestaltung schulischer Entwicklungen. Seine Erfahrungen aus der Arbeit in einem Wiener Pflichtschulcluster prägen dabei seinen Zugang, der auf Professionalität, klare Strukturen und Offenheit für Veränderung setzt.
Überhaupt hat Haider die Zukunft im Blick, wenn er über seine Visionen spricht: "Ich sehe meine Aufgabe darin, Bildung zukunftsorientiert und wertebasiert mitzugestalten", so der Pädagoge. "Das gelingt in der Schulstiftung dank der guten Zusammenarbeit mit den Schulleitungen und pädagogischen Teams der Schulen." Das alles aber ist nur dank einer gewissermaßen bodenständigen pädagogischen Orientierung möglich, wie er ebenfalls klarstellt. "Als Grundlage dafür sehe ich eine sehr starke und gut verankerte gemeinsame Haltung, die im Alltag trägt und Orientierung gibt. Und die einen klaren Auftrag einschließt: junge Menschen ganzheitlich und zukunftsfähig zu begleiten."
Dem neuen Geschäftsführer zur Seite steht Eva Lindl als Leiterin des Bereichs Kindergärten, Halbinternate und Horte. "Unsere Angebote im Bereich Nachmittagsbetreuung sind ein wichtiger Teil der Privatschulen — das zeigen nicht zuletzt die Zahlen: Insgesamt mehr als 2.000 Kinder besuchen derzeit eine unserer Nachmittagsbetreuungen", erzählt Lindl. Für sie ist das christliche Menschenbild die entscheidende Grundlage der gemeinsamen pädagogischen Arbeit: "Die unantastbare Würde jedes Kindes und jeder erwachsenen Person, die Verantwortung füreinander und die Überzeugung, dass Bildung mehr ist als Wissensvermittlung", beschreibt Lindl ihren Zugang.
Die derzeit vielleicht größte Herausforderung für den Bildungsbereich ist die rasante Entwicklung im Themenfeld "Digitale Bildung" — allen voran die zunehmende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz. "Digitale Bildung im Zusammenspiel mit Künstlicher Intelligenz ist der zentrale Hebel, um Lernende zu befähigen, kritisch zu denken, kompetent zu handeln und die Zukunft aktiv mitzugestalten", sagt Constantin Haider dazu. Es gehe hier aber nicht nur darum, die digitale Welt als Instrument zu sehen, das Lernen unterstützten und Lehrkräfte entlasten könne. "Gerade im Hinblick auf das christliche Menschenbild sind unsere Privatschulen dazu aufgerufen, technologische Innovation immer auch mit einer fundierten ethischen Reflexion zu verbinden." Digitale Bildung also als Chance: für zeitgemäße Bildungsarbeit und für eine Schulstiftung, die Tradition und Zukunft miteinander verbindet.
Gemeinsam wollen Constantin Haider und Eva Lindl das pädagogische Profil der Schulstiftung weiter schärfen. Dabei setzen sie auf eine enge Zusammenarbeit mit Direktor:innen, Pädagog:innen und all jenen, die Schule und Betreuung täglich mit Leben erfüllen. "Gute Bildung entsteht im Team und gründet auf der engagierten, professionellen Arbeit unserer Pädagog:innen und Direktor:innen, die gemeinsam die Basis für zeitgemäßes Lernen legen", betont Constantin Haider. "Unsere Aufgabe ist es, auch weiterhin jene Voraussetzungen zu schaffen, in denen Engagement, Kreativität und Professionalität Platz haben." Für Eva Lindl bedeutet pädagogische Führung vor allem, Werte im Alltag sichtbar und erlebbar zu machen, und ein Umfeld zu gestalten, in dem Kinder sich sicher, gesehen und ernst genommen fühlen. So entwickelt sich eine Pädagogik, die nach vorne blickt und zugleich fest im christlichen Selbstverständnis verwurzelt bleibt.
Andrea Pinz, Leiterin des Schulamts der Erzdiözese Wien und stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats der Schulstiftung, zeigt sich erfreut über das mit Constantin Haider neu aufgestellte pädagogische Team. "Mit Eva Lindl und Constantin Haider konnten wir ein starkes, engagiertes Team gewinnen, das pädagogische Qualität, klare Werte und Zukunftsorientierung überzeugend verbindet", so Pinz. Die Schulstiftung sei ein kirchliches Vorzeigeprojekt, in dem verantwortungsvoll und menschenfreundlich hochwertige Bildungsangebote umgesetzt würden.