Nach einem erfolgreichen chirurgischen Eingriff an einer Niere erholt sich das 73-jährige Oberhaupt der koptisch-orthodoxen Kirche derzeit in einem österreichischen Krankenhaus.
Wie die Koptisch-orthodoxe Kirche offiziell mitteilte, wurde bei dem 73-jährigen Kirchenoberhaupt im Rahmen medizinischer Untersuchungen die Notwendigkeit einer Operation an einer Niere festgestellt. Der Eingriff wurde bereits durchgeführt und ist laut Kirchenangaben erfolgreich verlaufen.
Nach einer mehrtägigen klinischen Überwachungsphase im Spital wird der Patriarch seine Rekonvaleszenz in Niederösterreich fortsetzen. Als Rückzugsort dient das St. Antoniuskloster in Obersiebenbrunn (Bezirk Gänserndorf). Das Kloster im Marchfeld gilt als das spirituelle Herzstück der Kopten in Österreich und ist zudem der Amtssitz von Bischof Anba Gabriel.
Tawadros II. steht seit 2012 an der Spitze der Koptisch-orthodoxen Kirche, der weltweit rund elf Millionen Gläubige angehören. Trotz wiederkehrender gesundheitlicher Herausforderungen in den letzten Jahren leitet er die größte christliche Gemeinschaft im Nahen Osten. Während die Mehrheit der Gläubigen in Ägypten lebt, ist die koptische Diaspora – mit rund 1,5 Millionen Menschen weltweit – auch in Österreich fest verwurzelt.