Die neuen Pastoralassistent(inn)en: Rebekka Platzer, Magdalena Guttmann, Michaela Herret, Clemens Moser, Stefanie Sandhofer, Anna Asteriadis, Veronika Ilse (v.li.).
Die neuen Pastoralassistent(inn)en: Rebekka Platzer, Magdalena Guttmann, Michaela Herret, Clemens Moser, Stefanie Sandhofer, Anna Asteriadis, Veronika Ilse (v.li.).
Sechs Frauen und ein Mann werden am 23. November um 18 Uhr von Kardinal Schönborn im Stephansdom als Pastoralassistent(inn)en in ihren Dienst gesendet.
Als Pastoralassistent(inn)en werden sie in der Pfarrpastoral, im Jugend- und Kinderpastoralschwerpunkt der Jungen Kirche und in der Krankenhausseelsorge ihren Dienst tun.
Der Weg zum Beruf Pastoralassistent(in) beinhaltet eine umfassende Ausbildung in den Bereichen Theologie, Spiritualität, Persönlichkeitsbildung, Methodik, Soziale Einzel- Gruppen- und Teamkompetenzen, Praxiserfahrung und Reflexion, Auseinandersetzung mit pastoral relevanten Fragestellungen, institutionelle und strukturelle Kompetenz.
„Pastoralassistent(inn)en sind Bereicherung und wichtiges Potential für die pastoral-missionarische Sendung der Kirche geworden. Sie sind aus dem pastoralen Leben vieler Pfarrgemeinden, Seelsorgeräume und Pfarrverbände nicht mehr wegzudenken, weil sie gemeinsam mit ehrenamtlichen Mitarbeiter(inne)n Kirche und Gemeinde ganz konkret gestalten und aufbauen“, sagt Thomas Ertl vom „Zentrum für Theologiestudierende“.
„Teamarbeit aufzubauen, Eigenverantwortung zu fördern und die Kooperation mit Priestern, Diakonen und den unterschiedlichen Menschen in den größeren Räumen sind die großen Herausforderungen im diözesanen Entwicklungsprozess geworden“, unterstreicht Ertl.
Diese Vielfalt kann den Handlungsradius von Kirche erweitern und so den Kontakt mit unterschiedlichen Menschen eröffnen.
Ertl: „Diese Art von missionarisch-pastoralem Verkündigungsdienst ist Hauptaufgabe der Pastoralassistent(inn)en: Hinhören, wo sich die Stimme Gottes Gehör verschafft, offene Augen für Entwicklungen in der Gesellschaft haben und Wege für Kirche entwickeln, in einer pluralen Gesellschaft anschlussfähig zu sein und zu bleiben.“
Dieser kirchliche Beruf findet sich bereits in den 1920er Jahren im Berufsstand der Seelsorgehelferinnen und hat sich durch das II. Vatikanische Konzil zu dem des Pastoralassistenten/ der Pastoralassistentin entfaltet.
Pastoralassistentinnen und Pastoralassistenten haben aufgrund ihrer Charismen, ihrer Ausbildung (akademisch oder mit Diplom), ihrer Bereitschaft in der Kirche zu arbeiten, und ihrer Beauftragung durch den Diözesanbischof zum hauptamtlichen Dienst einen besonderen Anteil an der Sendung der Kirche. Sie können verheiratet sein oder ehelos leben.
Die Berufsbezeichnung Pastoralassistent drückt aus, was ihre Hauptaufgabe ist:
Das kann konkret bedeuten:
▶ im liturgischen Leben der Pfarrgemeinde: d. h. in der Sakramentenvorbereitung (Erstkommunion, Erstbeichte, Firmung), als Kommunionspender, Lektor und Kantor, als Leiter von Wortgottesdiensten und Andachten (Kreuzweg, Maiandacht, Morgenlob usw.), als Leiter von Begräbnissen;
▶ in der Glaubensverkündigung: Bibelgespräche, Kindergartenbesuche, Gebetskreise, Pfarrbrief und Öffentlichkeitsarbeit, Pfarrhomepage;
▶ im caritativ-sozialen Aufgabenbereich: seelsorgliche Begleitgespräche, Alten- und Krankenbetreuung (Krankenbesuche, Krankenkommunion), Kontakt mit aus der Kirche Ausgetretenen, Pfarrcaritas, Geburtstagsgratulationen;
▶ in der Leitung der Pfarrgemeinde: regelmäßige Teambesprechungen, als Pfarrgemeinderatsmitglied, Mitgestaltung von PGR-Klausuren;
▶ in der Organisation und/oder Mitarbeit bei pfarrlichen Aktionen und Projekten: Wallfahrten, Hausbesuche, Caritas Haussammlung, Sternsingeraktion, Pfarrfest, PGR-Wahl usw.
Ausbildung zur Pastoralassistenz
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