Am Mittwoch, 8. April 2015 feiert die Roma-Gemeinschaft der ganzen Welt ihren internationalen Tag, die österreichischen Roma und Sinti stehen im Mittelpunkt einer Gedenk- und Gebetsstunde im Wiener Stephansdom.
Am Mittwoch, 8. April 2015 feiert die Roma-Gemeinschaft der ganzen Welt ihren internationalen Tag, die österreichischen Roma und Sinti stehen im Mittelpunkt einer Gedenk- und Gebetsstunde im Wiener Stephansdom.
Pfarrer Schüller leitet Gedenk- und Gebetsstunde zum internationalen Romatag.
Am Mittwoch, 8. April 2015 feiert die Roma-Gemeinschaft der ganzen Welt ihren internationalen Tag, die österreichischen Roma und Sinti stehen im Mittelpunkt einer Gedenk- und Gebetsstunde im Wiener Stephansdom. Geleitet wird der Gottesdienst um 18 Uhr von Roma-Seelsorger Pfarrer Helmut Schüller.
Eine aktuelle Ausstellung in Wien belegt die hohe Bedeutung der jährlichen Wallfahrt nach Mariazell für die jahrhundertelang unterdrückte Minderheit: "Romane Thana. Orte der Roma und Sinti" lautet der Titel der noch bis 17. Mai zugänglichen Schau im Wien Museum (Karlsplatz), die dazu beitragen soll, "Orte und Plätze, an denen Roma und Sinti gelebt haben, zu dokumentieren und dadurch die Vielfalt ihrer Lebensweisen und die Formen des Zusammenlebens mit der Mehrheitsbevölkerung zu zeigen".
Ein ganz zentraler Ort für die traditionell sehr gläubigen Roma und Sinti ist seit Jahrhunderten der steirische Wallfahrtsort der "Magna Mater Austriae". Die Anziehungskraft der Mariazeller Marienstatue reicht laut den Ausstellungsgestaltern zumindest bis ins 19. Jahrhundert zurück. Eine radikale Zäsur erfuhr die Roma-Wallfahrt in die obersteirische Gemeinde durch den nationalsozialistischen Völkermord, dem circa 90 Prozent aller österreichischen Roma und Sinti zum Opfer fielen.
Alljährlich am 8. April gedenken die Roma jenes Treffens in London, bei dem im Jahre 1971 die Flagge der Roma-Gemeinschaft und die Nationalhymne eingeführt wurden. Dabei wird auch an den "Porajmos" (Völkermord an den europäischen Roma durch das NS-Regime; wörtlich "das Verschlingen) gedacht. Rund 500.000 Roma und Sinti wurden während des Holocaust ermordet - Opfer der rassistischen Verfolgungspolitik Hitler-Deutschlands. Die Überlebenden wurden jahrzehntelang nicht als Opfer anerkannt und erhielten nur geringe oder überhaupt keine Entschädigungszahlungen für ihren verlorenen Besitz.
Roma Service: