Im Rahmen einer ganzheitlichen Bildung, werde auch der religiösen Dimension, zu der "Räume der Stille, der Meditation, der Besinnung und des Gebets" zählen, Platz gegeben
Im Rahmen einer ganzheitlichen Bildung, werde auch der religiösen Dimension, zu der "Räume der Stille, der Meditation, der Besinnung und des Gebets" zählen, Platz gegeben
Kirchliche Pädagogische Hochschule eröffnet Gebetsraum für alle Religionen - "Aktive Friedensarbeit" zwischen und innerhalb der Religionen
Ein neue eröffneter "Raum der Stille" an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems (KPH) solol künftig verstärkt interreligiöse und interkonfessionelle Begegnungen ermöglichen. Der Raum soll als Ort der Einkehr und Meditation dienen und stehe KPH-Studierenden, Lehrgangsteilnehmern und Schülern der KPH-Praxisschulen u.a. für gemeinsame Gebetstreffen der Religionen zu Verfügung, wie die KPH in einer Aussendung mitteilte.
Die Vorsitzende des Hochschulrates der KPH Wien/Krems, Christine Mann, betonte bei der Eröffnung, dass die KPH für eine christliche Lehrerbildung mit Spiritualität stehe "die zu religiösen Erfahrungen einlädt, aber auch interreligiöse und interkonfessionelle Begegnung in Europa einzigartig möglich macht". Der neue "Raum der Stille", der am Standort Campus Strebersdorf eingerichtet wurde, steht auch den Mitgliedern nicht-christlicher Religionen zum Gebet offen. Neben Gebetshockern, Gebetspolstern sowie Gebets- und Gesangsbüchern zählen auch muslimische Gebetsteppiche zu seiner Ausstattung, um interreligiöse Gebetstreffen zu ermöglichen.
Im Rahmen einer ganzheitlichen Bildung, werde auch der religiösen Dimension, zu der "Räume der Stille, der Meditation, der Besinnung und des Gebets" zählen, Platz gegeben, so Christoph Berger, Rektor der KPH Wien/Krems. "Das ist nicht zuletzt auch eine aktive Friedensarbeit sowohl innerhalb einer Religionsgemeinschaft wie auch in einer stillen Begegnung mit anderen Gläubigen", sagte Berger bei der Eröffnung. Die zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer sollen durch die Gestaltung des Raumes dazu angeregt werden, auch an ihren Schulen ähnliche Orte des Innehaltens und der Unterbrechung des Alltags zu finden, so die Hoffnung Bergers.
Die KPH Wien/Krems ist Österreichs größte private Pädagogische Hochschule. Studieren ist an fünf Standorten in Wien und Niederösterreich möglich. Sie dient der Erstausbildung, Fort- und Weiterbildung von Lehrern im pädagogischen und religionspädagogischen Bereich. Sieben christliche Kirchen, darunter die katholische, die evangelische sowie mehrere Orientalisch-Orthodoxe Kirchen sind an der Hochschule vertreten. Die KPH will damit die Kooperation dieser Kirchen bei gleichzeitiger Wahrung der jeweiligen Identität fördern.
Derzeit werden an der KPH acht Studiengänge und vier berufsbegleitende Studiengänge als Erststudium angeboten. Darüber hinaus können Studierende mit zehn Hochschullehrgängen zum Masterabschluss gelangen. In acht Hochschullehrgänge und 16 weniger zeitintensiven Lehrgänge können Studierende ihre Fähigkeiten über das Grundstudium hinaus ausbauen. Angeboten werden unter anderem Kurse in Kommunikation und Coaching, Kulturvermittlung und Sprachheilpädagogik.
An drei Praxisschulen erlangen die 2.500 Studierenden in der Erstausbildung und die 1.000 Studierenden in Weiterbildungslehrgängen beruflich relevantes und fachspezifisches Wissen aus erster Hand. Die Praxisschulen sind Begegnungsort für Kinder, Studierende und Lehrende und ermöglichen Unterricht am letzten Standard des schulpädagogischen Konsenses.