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11.12.2017 · Karitatives · Ökumene

Nordirak: Österreich-Hilfe für christliche Flüchtlinge angelaufen

In der nordirakischen Ninive-Ebene herrscht derzeit gespannte Ruhe. Kampfhandlungen zwischen den kurdischen Peshmerga und der irakischen Armee gibt es derzeit nicht, freilich auch noch keine politische Lösung für die Region.

"Aktion Heimkehr" aus Österreich unterstützt Wasserversorgung und Renovierung der vom IS zerstörten Häuser. Bundesländer unterstützen Aktion mit 100.000 Euro.

Die Hilfsaktion heimischer kirchlicher Nichtregierungsorganisationen für christliche Flüchtlinge im Nordirak trägt erste Früchte und wird rund um Weihnachten noch intensiviert. Die Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände (AKV), CSI-Österreich (CSI), die Initiative Christlicher Orient (ICO), Kirche in Not und die Kardinal König Stiftung sind seit einigen Monaten gemeinsam im Rahmen der "Aktion Heimkehr" vor Ort aktiv und helfen christlichen Flüchtlingen bei der Rückkehr in ihre vom IS zerstörten Dörfer und Städte. So hat bereits in der Ortschaft Baqofa ein neu gegrabener Brunnen seinen Dienst aufgenommen und versorgt zahlreiche Familien mit Trinkwasser. Weiters gibt es u.a. finanzielle Unterstützung für Familien, damit diese ihre zerstörten Häuser renovieren können.

 

Bewahrung des Urchristentums

AKV-Präsident Helmut Kukacka berichtete bei einem Hintergrundgespräch am Montagnachmittag, 11. Dezember 2017 in Wien, dass sich nun auch die österreichischen Bundesländer an der Hilfsaktion beteiligen. So habe die Landeshauptleute-Konferenz 100.000 Euro für die Aktion zur Verfügung gestellt. Dem war ein entsprechendes Ansuchen des Linzer Bischofs Manfred Scheuer, des früheren oberösterreichischen Landeshauptmanns Josef Pühringer und von Kukacka selbst vorausgegangen. Man habe auch ein entsprechendes Ansuchen an die Bundesregierung gestellt, bislang freilich noch ohne Antwort, so Kukacka. Man werde allerdings sofort nach Bildung der neuen Regierung das Anliegen in Erinnerung rufen. "Die Hilfe für die Christen im Irak und damit auch die Bewahrung des Urchristentums muss auch der neuen Bundesregierung ein Anliegen sein", formulierte der AKV-Präsident.

 

Schutz der Christen

Schutz für die Christen in der Region sollte nicht nur ein Schwerpunkt der künftigen österreichischen Außenpolitik sein, sondern sollte auch EU-weit verstärkt auf der Agenda stehen, sagte Kukacka.

CSI-Generalsekretär Elmar Kuhn unterstrich in seinen Ausführungen u.a. die Bedeutung der Christen für die orientalischen Gesellschaften. Ohne Christen wären die Staaten des Nahen Ostens um ein wesentliches Element ärmer. Der Einsatz von CSI gelte zum einen den verfolgten Christen, zum anderen aber genauso der Förderung aller Initiativen, die sich um ein besseres Verhältnis zwischen Christen und Muslimen im Orient bemühen, so Kuhn. Der CSI-Generalsekretär und Kukacka plädierten für eine politische Lösung des Konflikts im Irak, wonach allen Bürgern gleiche Rechte und Pflichten zukommen.

 

Aktion Heimkehr

Die "Aktion Heimkehr" biete jedermann die Möglichkeit, sich einfach und punktgenau für christliche Flüchtlinge im Nordirak einzusetzen und ihnen eine Zukunftsperspektive in ihrer Heimat zu bieten. Das betonte ICO-Obmann Slawomir Dadas in einem Grußwort. Besonderes Augenmerk wolle man dabei auf die junge christliche Generation im Nahen Osten legen, "damit diese ihre Heimat nicht verlassen muss", so Dadas: "Wir haben keine Zeit zu verlieren, um den letzten Christen im Irak ein Überleben in ihrer Heimat zu sichern."

Die Initialzündung zur "Aktion Heimkehr" war von der Kardinal-König-Stiftung ausgegangen, nachdem deren Präsident Bischof Scheuer im Februar 2017 die Ninive-Ebene besucht hatte. Annemarie Fenzl, Generalsekretärin der Stiftung, berichtete, dass man inzwischen - dank eines ungenannt bleiben wollenden Spenders - 50.000 Euro für Baqofa aufgestellt habe. Mit dem Geld solle - "auf ausdrücklichen Wunsch der Bevölkerung des Dorfes" - eine neue Kirche errichtet werden. "Neben schönen Worten braucht es auch die Tat. Darum engagiert sich die Stiftung im Nordirak", so Fenzl wörtlich. Sie zeigte sich zugleich zuversichtlich, dass noch weitere Finanziers gewonnen werden können. Insgesamt wollen die NGOs mindestens 200.000 Euro für die christlichen Flüchtlinge in der Ninive-Ebene zur Verfügung stellen.

 

Gespannte Ruhe

In der nordirakischen Ninive-Ebene herrscht derzeit gespannte Ruhe, wie im Rahmen des Hintergrundgesprächs zu erfahren war. Kampfhandlungen zwischen den kurdischen Peshmerga und der irakischen Armee gibt es derzeit nicht, freilich auch noch keine politische Lösung für die Region. Der Großteil der Ebene ist unter Kontrolle der irakischen Armee, ein kleiner Teil wird noch von den Peshmerga kontrolliert.

Nach dem kurdischen Unabhängigkeitsreferendum am 25. September hatte die irakische Zentralregierung eine Militäroffensive gestartet, bei der sie den Kurden fast alle Gebiete außerhalb der offiziellen Autonomieregion abnahm. Das betraf auch die nordirakische Ninive-Ebene, wo viele christliche Städte und Dörfer liegen. Kurdenpräsident Massud Barzani trat in Folge zurück. Viele der im Sommer in ihre Dörfer und Städte zurückgekehrten Christen waren abermals vor den Kampfhandlungen geflohen, bald aber wieder zurückgekommen, nachdem die Kämpfe rasch wieder abgeflaut waren.

Über das Frühjahr und den Sommer habe es einen starken Rückzug der Menschen in ihre Dörfer gegeben, hatte erst vor wenigen Tagen Pfarrer Salar Bodagh von Telskof und Baqofa gegenüber der Initiative Christlicher Orient (ICO) berichtet. In Telskof habe beispielsweise das alltägliche Leben wieder begonnen. Rund tausend Familien seien zurückgekehrt. Viele weitere hätten das noch vor dem Winter vor, so Salar. Neben der Instandsetzung der Häuser musste auch die Strom- und Wasserversorgung wieder errichtet werden. Im nahen Dorf Baqofa seien von ehemals 91 Familien bisher 41 zurückgekehrt. Solange die Schulen noch nicht fertig renoviert sind, bringe die Kirche die Kinder und Jugendlichen mit angekauften Busse in die nächste Stadt Alkosh, so Bodagh.

Spenden: CSI AKV Christen in Not, BIC: GIBAATWW, IBAN: AT49 2011 1824 1397 6101

erstellt von: red/kap
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Weitere Informationen:

Aktion Heimkehr der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände:
www.akv.or.at


Appell von Kardinal Schönborn: Hilfe für Christen im Irak verstärken

 

Wie kann ich verfolgten Christen helfen?

 

Christenverfolgung: Alle fünf Minuten eine Ermordung

 

Christenverfolgung

Schwerpunkt Christenverfolgung

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