Wie schon Teresa von Avila sagt: "Beten ist Verweilen bei einem Freund, mit dem man gern zusammen ist. Warum? Weil man weiß, dass er mich liebt."
Wie schon Teresa von Avila sagt: "Beten ist Verweilen bei einem Freund, mit dem man gern zusammen ist. Warum? Weil man weiß, dass er mich liebt."
"Beten ist grundsätzlich nicht kompliziert", sagt Beate Mayerhofer-Schöpf. Diese Erfahrung hätten viele im "Jahr des Betens" gemacht.
Das "Jahr des Betens" im letzten Kirchenjahr lief unter dem Motto "einfach beten". "Beten ist grundsätzlich nicht kompliziert, man soll es einfach einmal tun und seine Erfahrungen machen. Viele Menschen haben mir gesagt: 'Es ist mir leicht von der Hand gegangen.'", erzählt Beate Mayerhofer-Schöpf vom Koordinierungsteam für das "Jahr des Betens". Die Schwierigkeit sei nur, sich Zeit zu nehmen und diese gegen andere Aufgaben zu verteidigen, die sich in den Weg stellen, zieht Mayerhofer-Schöpf ein erstes Resümee und zitiert Teresa von Avila: "Beten ist Verweilen bei einem Freund, mit dem man gern zusammen ist. Warum? Weil man weiß, dass er mich liebt."
Es war wichtig, dass nicht zusätzliche Aktivitäten in Pfarren gestartet werden. Das ist manchen schwer gefallen, manche haben sich dennoch inspirieren lassen. Einer dieser Initiativen war der Gebetsrucksack, den die Theologin Raphaela Pallin auf den Weg gebracht hat. Gepackt ist er mit einer Kerze, mit einer Ikone, mit einem Kreuz, mit Gebetsunterlagen, vielleicht auch einem Stundenbuch. Es gibt auch ein Pilgerbuch, in dem man die eigenen Erfahrungen hineinschreiben kann. Eine Woche lang bleibt der Rucksack bei einer Person oder einer Pfarre, danach wird er weitergegeben. Das haben mehrere Pfarren aufgegriffen, mit Schwerpunkt im Vikariat Stadt. Weiters wurde durch die Plakatserie "Derf´s ein bisserl mehr sein?" auf das Gebet aufmerksam gemacht. "Wir haben diese Frage aufgelöst: Einerseits mit Nein und andererseits mit Ja. Nein, nicht noch mehr Unruhe und Belastung, aber es darf ein bisschen Mehr der Zeit der Stille, des Sich-Besinnens und des Sich–Ausrichtens auf Gott sein", so Mayerhofer-Schöpf. Dieses Plakat war sehr häufig in den Schaukästen der Pfarren zu sehen.
"Wir haben begleitend auch Gebetskarten erstellt. Gebet kann schlicht und einfach sein, aber manche Menschen sind auch experimentierfreudig und möchten gerne das eine oder andere Neue ausprobieren. Der Renner waren Beichtkärtchen, die in kürzester Zeit weg waren", berichtet Beate Mayerhofer-Schöpf. "Auf der Vorderseite ein Wort von Papst Franziskus: 'Ohne aufrichtiges Gespräch mit dem Herrn verlieren die Aufgaben leicht ihren Sinn.' Auf der Rückseite eine Anleitung, wie wir fürbittend für einander da sein können, mit dem Vorbild des Apostels Paulus."
Das fürbittende Gebet spielt auch eine große Rolle bei der Gebetsinitiative "einfach füreinander beten". Die Idee dahinter: In ein Gebetskärtchen schreibt man den eigenen Namen, gibt es einem anderen und bittet ihn oder sie, für einen zu beten. "70.000 Gebetszettel sind im Umlauf oder die Menschen machen online mit. Wir sind in der glücklichen Lage nicht zu wissen, wie viele Menschen mitbeten, denn Gott ist viel größer als all unsere Statistiken", so Initiator Niki Haselsteiner. "Beim Gebet darf man es spüren, dass es nicht messbar ist."
Restexemplare der Gebetskärtchen gibt es im Pastoralamt, die Vorlage kann man sich auch unter einfachbeten.at herunterladen.
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