250 Pfarrhaushälterinnen nahmen an der Wallfahrt in die Stifte Melk und Göttweig teil.
250 Pfarrhaushälterinnen nahmen an der Wallfahrt in die Stifte Melk und Göttweig teil.
Nuntius Zurbriggen übermittelte dabei die Segenswünsche und den Dank von Papst Franziskus mit.
Fast 250 Pfarrhaushälterinnen aus Österreich, Deutschland und Südtirol kamen zur großen, zweitägigen Wallfahrt der Berufsgemeinschaft ins Stift Melk und ins Stift Göttweig - auch Vertreterinnen aus der Erzdiözese Wien waren natürlich dabei. Unter dem Thema: "Bewahren-begegnen-bewegen" feierten die Pfarrhaushälterinnen mit Nuntius Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen, ihrem Referatsbischof Alois Schwarz, Abt Georg Wilfinger und zahlreichen Priestern in Melk einen Festgottesdienst, außerdem gab es in Melk einen Festakt.
Nuntius Zurbriggen übermittelte dabei die Segenswünsche und den Dank von Papst Franziskus mit. Ihr Dienst sei enorm wichtig für Kirche und Priester. Sie seien oft die erste Anlaufstelle, wenn jemand zum Pfarrhof kommt und oftmals echte Brücken zwischen Kirche und der Bevölkerung. Der höchste Vertreter des Heiligen Stuhls in Österreich sagte, dass alle Christen zur Heiligkeit berufen seien. Nicht Mittelmaß sei das Maß, sondern das Streben nach Vollkommenheit. Der Nuntius: "Zeigen Sie, dass sie mit ihrer Pfarre und Gemeinde bereit sind, diesen Weg der Heiligkeit zu gehen." Pfarrhaushälterinnen seien somit auch wichtige Glaubensvermittlerinnen.
Sigrid Seiser, Vorsitzende der Österreichischen Arbeits der Pfarrhaushälterinnen, sagte, dass es für den Berufsstand ihrer Berufsgemeinschaft wichtig sei, "dass wir uns weiter bewegen". Bewegung brauche einen Motor und die Kraft zum Guten komme von Gott. Ausnahmslos jede und jeder sei dazu berufen, etwas zu bewegen und voranzubringen zur Vollendung jenes Baus, bei dem Christus der Schlussstein sei, dem himmlischen Jerusalem. Sie sei dankbar für die vielen Begegnungen, die in Melk und Göttweig stattgefunden haben, das habe den Zusammenhalt der Arbeitsgemeinschaft gestärkt.
Bischof Alois Schwarz, in der Bischofskonferenz zustänig für den Bereich der Pfarrhaushälterinnen, betonte die Bedeutung der Gemeinschaft: "Ihr seid einander ein kostbarer Schatz, Ihr seid Perlen!" Aufgabe einer Pfarrhaushälterin sei es, das Gute in der Welt zu verbreiten, "denn damit unterstützen Sie den Geistlichen in seinem Dienst an den Menschen".
Es gebe laut dem Kärntner Bischof fünf Prioritäten für ein gelingendes Lebens.
Diese Prioritäten seien wichtig für die innere Balance sowie für die Seelsorge. Das Leben gelinge aus diesen fünf Schritten heraus. Damit würden Perlen zum Glänzen gebracht. Kleine Schritte würden oft dabei oft den Alltag ausmachen. Der Bischof sagte auch: "Mögen die Menschen, denen Sie begegnen, spüren, dass Sie beim Reden mit und über die anderen Menschen Freude ausstrahlen, dass Sie das Gute in der Welt sehen und es den Menschen auch vermitteln können. Dann wird der Pfarrhof zu einem Ort, zu dem man gerne kommt."
Durchschnittlich treffen sich die Berufsgemeinschaften der Pfarrhaushälterinnen alle fünf Jahre zu einer gemeinsamen Wallfahrt. Bisher waren diese nach Rom, Lourdes oder Lisieux. Diesmal ist Österreich Gastland und lud eben in die Stifte Melk und Göttweig ein. Mit einer Schifffahrt bis Krems und einer Führung mit anschließender Vesper mit dem Konvent des Stiftes Göttweig ging die Begegnung zu Ende.
Österreichweit rund 1200 Pfarrhaushälterinnen
In der Diözese St. Pölten gibt es 107 aktive Pfarrhaushälterinnen, 47 sind "aktiv in Pension" und 54 pensioniert – gesamt also 208 Frauen. Österreichweit sind laut Sigrid Seiser rund 1.200 Personen in der Berufsgemeinschaft vertreten.