Es gelte, "Christ sein in Sprache der Medien zu übersetzen", dafür sei es erforderlich, sich mit Massenmedien auseinanderzusetzen und sich Kompetenzen anzueignen, so Kardinal Christoph Schönborn.
Es gelte, "Christ sein in Sprache der Medien zu übersetzen", dafür sei es erforderlich, sich mit Massenmedien auseinanderzusetzen und sich Kompetenzen anzueignen, so Kardinal Christoph Schönborn.
Kardinal: Ex-ORF-Generalintendant Weis ist als journalistischer Leiter der KMA Garant für qualitätsvolle Journalistenausbildung. "Christ sein in Sprache der Medien übersetzen".
Kardinal Christoph Schönborn, in der Österreichischen Bischofskonferenz auch für den Bereich Medien zuständig, ist neuer Vorsitzender der "Katholischen Medien Akademie" (KMA). Die 1978 gegründete Einrichtung der Bischofskonferenz vermittelt publizistische Fachkompetenz auf christlichem Wertefundament, bietet Medientrainings für Verantwortungsträger und führt regelmäßig Ausbildungskurse zum "Beruf Journalist" durch. Journalistischer Leiter der KMA ist Gerhard Weis, ehemaliger ORF-Generalintendant.
Christen "sollen und dürfen sich nicht verschweigen", erklärte Kardinal Schönborn in einer Aussendung der Medien-Akademie nach deren jüngster Generalversammlung. Es gelte, "Christ sein in Sprache der Medien zu übersetzen", dafür sei es erforderlich, sich mit Massenmedien auseinanderzusetzen und sich Kompetenzen anzueignen. Kleriker und auch Laienchristen müssten wissen, wie Medien funktionieren und wie Journalisten "ticken". Ex-ORF-Chef Weis sei ein Garant für eine fachliche und inhaltliche Basis und die Weiterentwicklung christlicher Medienarbeit.
Die praxisorientierte "Beruf Journalist"-Ausbildung der KMA haben bereits rund 300 Studierende aller Studienrichtungen absolviert und darauf aufbauend Karriere gemacht, wie die KMA hinwies. Mehrere Chefredakteure von Kirchenzeitungen (Elvira Groiss, Matthäus Fellinger), Kommunikationsdirektoren von Diözesen (Wolfgang Kumpfmüller, Markus Riccabona,...) hätten sich hier ebenso Kompetenz erworben wie Spitzenjournalisten "weltlicher" Medien, etwa Johannes Kaup von Ö1-"Logos", Roberto Talotta (Ö3 und Ö1) oder Oliver Judex, stv. Chefredakteur von "trend".
Die alten christlichen Tugenden sind nach der Überzeugung von Gerhard Weis eine ideale Basis für die Medienarbeit: "Bei gutem Journalismus geht es um Nächstenliebe, Wahrhaftigkeit und darum, für andere einzutreten. Journalisten sollen schweigenden Minderheiten eine Stimme geben und dem Zeitgeist widerstehen." Das journalistische Rüstzeug biete die Ausbildung der Katholischen Medien Akademie.
Die Zielgruppe der KMA-Medienschulungen sind pfarrliche Öffentlichkeitsarbeiter, Führungskräfte und Mitarbeiter von kirchlichen Institutionen. "Die KMA hat heuer bereits Medientrainings für Dominikaner, Rabbiner, Pastoralassistenten und auch Priesteramtskandidaten gemacht", wies KMA-Generalsekretär Gerhard Tschugguel hin. Ja nach den Bedürfnissen der Auftraggeber gebe es Interviewtrainings ebenso wie Einführungen in die "Welt des web 2.0" oder Seminare zu allen journalistischen Stilrichtungen. Diese Einführungskurse der KMA seien auch "der ideale praktische Einstieg für die pfarrliche Öffentlichkeitsarbeit", so Tschugguel.
Die Ausschreibung für den nächsten KMA-Kurs "Beruf Journalist" startet im Oktober.
Alle Informationen: www.kma.at
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