Ziel der CIDSE ist die Bekämpfung von Armut und Ungleichheit und die Zusammenarbeit für globale Gerechtigkeit. Präsident ist der Österreicher Heinz Hödl.
Ziel der CIDSE ist die Bekämpfung von Armut und Ungleichheit und die Zusammenarbeit für globale Gerechtigkeit. Präsident ist der Österreicher Heinz Hödl.
CIDSE-Präsident Hödl informiert nach jüngster Jahrestagung in Brüssel über Strategieplan für die nächsten fünf Jahre - Weltwirtschaft in Dienst des Menschen und des Gemeinwohls stellen.
Der Weltdachverband der katholischen Entwicklungsorganisationen (CIDSE) besteht seit 50 Jahren. Die Direktoren der 17 Mitgliedsländer der CIDSE aus Europa und Nordamerika und der Österreicher Heinz Hödl als ihr gegenwärtiger Präsident haben dieses Jubiläum bei ihrer jüngsten Jahrestagung in Brüssel gefeiert, Gäste waren auch Vertreter der EU, der EU-Bischofskonferenz COMECE, der Nuntiatur sowie von "Cor Unum" und "Justitia et Pax" aus Rom. Bei dieser Gelegenheit wurde auch ein neuer Strategieplan für die nächsten fünf Jahre verabschiedet und mit "Progressio", dem englischen "Catholic Institute for international Relations", ein neues Mitglied aufgenommen, teilte Hödl am Freitag in einer Aussendung mit.
Ziel der CIDSE ist die Bekämpfung von Armut und Ungleichheit und die Zusammenarbeit für globale Gerechtigkeit. Als internationale Allianz katholischer Entwicklungsorganisationen wurde der Verband 1965, als das Zweite Vatikanum zu Ende ging, gegründet, um das vom Konzil eingeforderte Engagement für die Armen und Unterdrückten zu koordinieren und global für mehr Gerechtigkeit einzutreten. Für Österreich war damals der erste Bischof der Diözese Eisenstadt, Stephan Laszlo (1913-1995), bei der Gründung in Rom dabei. Der Sitz der CIDSE befindet sich in Brüssel.
Zur bei der Jahrestagung vorgenommenen Weichenstellung für die zukünftige gemeinsame Arbeit erklärte Heinz Hödl: "Wir müssen das vorherrschende Wachstums- und Entwicklungsparadigma bekämpfen, das von ungerechten wirtschaftlichen, sozialen und politischen Systemen geprägt ist, die wiederum zu ungleicher Verteilung und Zugang zu Ressourcen wie Wasser und Land, zu Menschenrechtsverletzungen, Umweltschäden und sozialen Konflikten führen." Die ökologische Krise führe die Systemfehler einer politischen und wirtschaftlichen Ordnung vor Augen, die Eigennutz und Profitmaximierung höher bewertet als den Menschen und das Gemeinwohl. Letztere seien endlich "ins Herz der Wirtschaft zu stellen", betonte Hödl. Angesichts enormer globaler Herausforderungen sei der gemeinsame Einsatz für eine lebenswerte Zukunft aller auf unserem Planeten ein Gebot der Stunde.
Um entwicklungspolitische Forderungen wie ein funktionierendes Gemeinwesen, Umweltschutz und ein gerechteres Wirtschaftssystem umzusetzen, sind nach den Worten Hödls auch klar definierte Verantwortlichkeiten, Rechenschaftspflichten und Transparenz aller Beteiligten unumgänglich.
Klimaschutz betrachtet Hödl, der auch Geschäftsführer der beim Pariser UN-Umweltgipfel vertretenen Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission (KOO) ist, als wesentliche Voraussetzung für langfristigen Wohlstand. Um die Klimakrise zu lösen, müsse die gesamte Bevölkerung einbezogen werden - gerade auch die überproportional betroffenen Frauen. "Klimawandel ist eine Ungerechtigkeit, und Ungerechtigkeiten sind nicht unüberwindlich", ist Hödl überzeugt.
Weltdachverband der katholischen Entwicklungsorganisationen (CIDSE):
www.cidse.org
Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission (KOO):
www.koo.at