Papst Franziskus bei der Generalaudienz am römischen Petersplatz am Mittwoch, 25. April 2018.
Papst Franziskus bei der Generalaudienz am römischen Petersplatz am Mittwoch, 25. April 2018.
Franziskus bei der Generalaudienz in Rom.
Papst Franziskus betet für das Gelingen des Korea-Gipfels am kommenden Freitag. Der Heilige Stuhl unterstütze jede Initiative im Zeichen des Gesprächs und der Völkerfreundschaft, sagte er bei seiner Generalaudienz am Mittwoch, 25. April 2018 auf dem Petersplatz. Die politischen Verantwortungsträger Nord- und Südkoreas mahnte er zu Mut, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Ein offener Dialog zwischen Südkoreas Präsident Moon Jae-in und dem nordkoreanischen Staatschef Kim Jong-un sei für den Frieden weltweit bedeutsam, so der Papst.
Die Spitzen der beiden verfeindeten koreanischen Staaten wollen am Freitag im Grenzort Panmunjom zusammenkommen, um über das nordkoreanische Atomprogramm und Bedingungen für einen dauerhaften Frieden auf der Halbinsel zu beraten. Es ist der erst dritte gesamtkoreanische Gipfel seit Ende des Korea-Kriegs 1953.
Zum Wesen des Christseins gehört laut Papst Franziskus der Kampf gegen das Böse. Das christliche Leben stehe immer in der Versuchung, sich von Gott zu trennen und in die "Schlingen der weltlichen Versuchungen" zu geraten, sagte er bei seiner wöchentlichen Generalaudienz am Mittwoch auf dem Petersplatz in Rom. Es sei ermüdend, gegen das Böse zu kämpfen und vor seinen Täuschungen zu fliehen; "aber wir müssen wissen, dass das ganze Christenleben ein Kampf ist", so der Papst. Kraft für diesen täglichen Kampf gegen die Trennung von Gott und auch den "Kampf gegen den Teufel" bekämen Christen durch die Taufe.
Franziskus verwies in dem Zusammenhang auf das Exorzismus-Gebet als Bestandteil des Taufritus. Dies seien Gebete "um die Befreiung von allem, was von Christus trennt und an der innigsten Gemeinschaft mit ihm hindert". Jesus selbst habe mit seinen Dämonenaustreibungen die Ankunft des Reiches Gottes bekundet. "Sein Sieg über die Macht des Bösen schafft Raum für die Herrschaft Gottes", sagte der Papst.
Kein Christ sei in seinem Kampf gegen das Böse allein, sagte Franziskus weiter. "Die Mutter Kirche betet, dass ihre Kinder, neu geboren in der Taufe, nicht den Nachstellungen des Bösen erliegen, sondern sie durch die Macht der Auferstehung Christi überwinden", sagte er.