Papst Franziskus hält die tägliche Morgenmesse im Gästehaus Santa Marta im Vatikan.
Papst Franziskus hält die tägliche Morgenmesse im Gästehaus Santa Marta im Vatikan.
Papst verweist bei Morgenpredigt darauf, dass schon Jesus selbst seine Jünger gewarnt habe vor einem Vertrauen in jene, die sich im Besitz des Heilsweges behaupteten.
Bei Sehern, Wahrsagern oder Kartenlegern haben Christen nach Worten von Papst Franziskus nichts verloren. Wer ihren Rat suche, folge nicht Jesus, sagte er am Montag, 18. April 2016 in seiner Morgenmesse im Vatikan. Christus allein weise den richtigen Weg.
Der Papst verwies darauf, dass schon Jesus selbst seine Jünger gewarnt habe, anderen Glauben zu schenken, die behaupteten, sie hätten den Heilsweg. Die Menschen um Jesus herum hätten die Bildsprache vom Schafehüten sehr gut verstanden, auch die Vorstellung, dass der Hirt seiner Herde immer voraus gehe - anders als das in der modernen Agrarwirtschaft der Fall sei. "Die Schafe hörten die Stimme und folgten dem Hirten, weil sie ihn kennen und ihm vertrauen", sagte Franziskus im Blick auf die Hirten-Passage des Johannesevangeliums.
Wie könne man entscheiden, ob die Stimme wirklich die Jesu sei, fragte Franziskus. "Ich sage das Rezept, es ist einfach: Du findest die Stimme Jesu in den Seligpreisungen." Zweitens erkenne man die Stimme Jesu daran, dass es um die Werke der Barmherzigkeit gehe, zum Beispiel im 25. Kapitel des Matthäusevangeliums. Drittens erkenne man die Stimme Jesu daran, dass sie den Menschen beibringe, "Vater" zu sagen, "also wenn sie uns das Vaterunser lehrt", so der Papst.
Das Leben als Christ sei also "einfach", schloss Franziskus. Jesus sei die Tür, er führe auf dem Weg, und alles, was er sage, könnten die "Schafe" einfach erkennen. "Jesus hat aber gesagt, dass andere kommen werden und sagen, dass der Weg des Messias dieser oder jener sei. Hört nicht auf sie. Ich bin der Weg, hat Jesus gesagt. Er ist die Tür, und er ist der Weg. Wer ihm folgt, geht nicht fehl."