Herbergssuche und Flucht sind typisch adventliche beziehungsweise weihnachtliche Motive.
Herbergssuche und Flucht sind typisch adventliche beziehungsweise weihnachtliche Motive.
„Du sollst einen fremden Untertan, der vor seinem Herrn bei dir Schutz sucht, seinem Herrn nicht ausliefern. Bei dir soll er wohnen dürfen, in deiner Mitte, in einem Ort, den er sich in einem deiner Stadtbereiche auswählt, wo es ihm gefällt. Du sollst ihn nicht ausbeuten.“ (Dtn 23,16f:)
Adventkalender ist eine schöne, ursprünglich protestantische Tradition aus dem 19. Jahrhundert. Es gibt Adventkalender in den verschiedensten und sehr kreativen Formen. Das Ziel ist aber immer das gleiche, nämlich sich auf Weihnachten 24 Tage lang vorzubereiten.
"Wir vom Pfarrnetzwerk Asyl wollen auch heuer die Form eines Adventkalenders nützen, um über die Flüchtlingsproblematik aufmerksam machen", erklären die Organisatoren des Pfarrnetzwerks. 2017liegt der Fokus auf persönlichen Berichten geflüchteter Personen. Es kommen Flüchtlinge aus Afghanistan, Syrien, dem Irak und anderen Ländern zu Wort. Sie berichten über ihre Erfahrungen in den Aufnahmeländern Österreich, Deutschland, Slowakei, Polen und Griechenland.
"Mit dem heurigen Adventkalender wollen wir ganz speziell persönliche Schicksale in den Mittelpunkt stellen. So sollen die Bemühungen der Geflüchtet um Integration sichtbar werden, aber auch die vielen Hürden und Schwierigkeiten", so das Pfarrnetzwerk Asyl in einer Aussendung.
Herbergssuche und Flucht sind typisch adventliche beziehungsweise weihnachtliche Motive. Maria und Josef finden in Betlehem keinen Platz in einer Herberge, daher wird Jesus in eine Krippe gelegt (vgl. Lk 2,7). Aber auch von der Flucht der Familie von Jesu vor den Schergen des Herodes nach Ägypten wird in den weihnachtlichen Tagen berichtet (vgl. Mt 2,13-18). Der Adventkalender soll daran erinnern, dass hinter jedem Flüchtling ein persönliches Schicksal steckt und Integration nur gelingen kann, wenn beide Seiten Einheimischer wie Geflüchteter sich in offener Bereitschaft darum bemühen.
Es wird für die Zeit von 1. Dezember bis 24. Dezember je ein Zeugnis pro Tag geben und dazu alternierend drei Fotos von Kunstwerken. Zum Schutz der Personen werden keine Gesichter gezeigt.