Wir sind ein Arbeitgeber, der den Menschen auch Sicherheit gibt, und außerdem ein wesentlicher, kontinuierlicher Träger von Bauinvestitionen
Wir sind ein Arbeitgeber, der den Menschen auch Sicherheit gibt, und außerdem ein wesentlicher, kontinuierlicher Träger von Bauinvestitionen
Herbert Beiglböck, Vorsitzender der diözesanen Finanzkammerdirektoren, betont den großen Beitrag der Kirche zum gesellschaftlichen Wohlstand.
Die Katholische Kirche leistet einen Beitrag, wie andere Religionsgemeinschaften auch, dass Menschen in ihrem Leben Sinn und Orientierung finden und in den verschiedenen Lebenssituationen begleitet werden.
Kirchen sind entscheidende Faktoren, dass ein Miteinander unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen in unserer Gesellschaft passiert, sei es bei pfarrlichen Begegnungen oder Orten, wo gemeinsam gefeiert wird.
Diese Fragen der Sinnorientierung und des Miteinanders würden es allein schon rechtfertigen, dass es Kooperation zwischen öffentlicher Hand und Kirchen gibt.
Gott sei Dank ist auch in Österreich ein Modell geschaffen, dass Kirchen, Staat, Länder, Gemeinden sehr gut miteinander kooperieren. Das ist ein wesentlicher Beitrag für die Stabilität von Gesellschaften: Gerade in unserer Situation, die so unsicher ist, müssen wir schauen, dass wir noch besser zusammenarbeiten.
Die Studie geht noch einen Schritt weiter: Weil wir dadurch auch sagen können, dass wir nicht nur zum Miteinander für das Leben des Einzelnen und der Gruppen, sondern auch zum wirtschaftlichen Wohlstand in unserer Gesellschaft einen großen Beitrag leisten. Das war für uns selber interessant, weil wir einiges schon angenommen haben, an einzelnen Beispielen ganz gut erklären konnten, doch in der Gesamtheit hatten wir das Wissen nicht.
Für uns, die Verantwortlichen im Bereich des Wirtschaftens, ist es interessant zu sehen, wie sich das Miteinander von Staat und Kirche auf wirtschaftliche Fragestellungen abbildet, wer was einbringt und welche Effekte ausgelöst werden.
Die Finanzverantwortlichen der Diözesen haben gemeinsam mit den Ordensgemeinschaften die Studie beauftragt, um der Gesellschaft sagen zu können, wie sich diese Beziehungen gestalten. Wir leben in einer Gesellschaft, die zu Recht den Anspruch stellt, dass diese Kooperationsmodelle nachvollziehbar sind.
Zwei Punkte haben mich sehr beeindruckt: Die katholische Kirche schafft 158.000 Arbeitsplätze. Das ist schon eine beträchtliche Anzahl, wenn man auf die großen Probleme auf dem Arbeitsmarkt blickt. Diese Arbeitsplätze sind in der Regel sehr dauerhaft.
Wir sind ein Arbeitgeber, der den Menschen auch Sicherheit gibt, und außerdem ein wesentlicher, kontinuierlicher Träger von Bauinvestitionen. Es wird jährlich investiert, wir sind relativ unabhängig von Konjunkturschwankungen, die Gebäude müssen erhalten werden. So sind wir ein wichtiger und verlässlicher Auftraggeber für die Bauwirtschaft.
Vieles, was die Kirche in diesem Land leistet, ist schwer oder gar nicht messbar. Die Studie zeigt eindrucksvoll, dass – in den messbaren Bereichen – der Nutzen der Kirche für die öffentliche Hand wesentlich höher ist als ihr Aufwand.
Institut für Höhere Studien (IHS)
Joanneum Research Forschungsgesellschaft
Ausführliche Kurzfassung der Studie "Wirtschaftsfaktor Kirche" zum Download.
Franz Prettenthaler/ Alexander Schnabl (Hg.)
Wirtschaftsfaktor Kirche.
Die Leistungen der katholischen Kirche für das Gemeinwesen in Österreich und ihre ökonomischen Effekte
190 Seiten, ISBN 978-3-7001-7834-7, EUR 29,--, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Weitere Informationen zu "Der Sonntag" die Zeitung der Erzdiözese Wien