In der Seestadt Aspern soll der "Campus der Religionen" künftig Gotteshäuser sechs verschiedener Religionsgemeinschaften beherbergen und er ist als Zeichen des Dialogs gedacht.
In der Seestadt Aspern soll der "Campus der Religionen" künftig Gotteshäuser sechs verschiedener Religionsgemeinschaften beherbergen und er ist als Zeichen des Dialogs gedacht.
Erneutes Zeichen der gemeinsamen Solidarität nach antisemitischem Vandalenakt.
Nach dem antisemitischen Vandalenakt auf dem künftigen Areal des "Campus der Religionen" in der Wiener Seestadt werden in der kommenden Woche die Fahnen der beteiligten Glaubensgemeinschaften noch einmal neu gehisst. Religionsvertreter, unter ihnen der katholische Bischofsvikar Dariusz Schutzki und der Generalsekretär der Israelitischen Kultusgemeinde, Raimund Fastenbauer, wollen mit der Feier am Dienstagvormittag, 17. August 2015 gemeinsam mit dem Wiener Stadtrat Michael Ludwig ein Zeichen der Solidarität setzen. Bei dem antisemitischen Vorfall hatten Unbekannte am 23. Juli den Fahnenmast der Kultusgemeinde aus dem Boden gerissen und die Fahne mit einem Hakenkreuz beschmiert.
Der Campus soll künftig Gotteshäuser sechs verschiedener Religionsgemeinschaften beherbergen und ist als Zeichen des Dialogs gedacht. Erst Mitte Juni war das Baufeld gesegnet worden. Zehn Fahnen kündigen seither den "Campus der Religionen" an: Sechs zeigen die Symbole der vertretenen Glaubensgemeinschaften, vier weitere stehen für Europa, Österreich, Wien und dem Bezirk Donaustadt.
Schon unmittelbar nach dem antisemitischen Vandalenakt hatten alle am "Campus der Religionen" vertretenen Glaubensgemeinschaften in bewusst zeitgleich versandten Pressemitteilungen die Tat verurteilt. Vertreter von katholischer, evangelischer und orthodoxer Kirche, der Islamischen Glaubensgemeinschaft, der Israelitische Kultusgemeinde und der Buddhistischen Religionsgesellschaft zeigten sich darin "bestürzt und betroffen".
Die Kultusgemeinde forderte "ein gemeinsames Auftreten von Politik, Religionsgemeinschaften und Zivilgesellschaft gegen steigenden Antisemitismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz". Der katholische Bischofsvikar Schutzki, sagte, es stimme nachdenklich, "dass in unserer Stadt, die so viele Menschen willkommen heißt und die für so viele Menschen mit unterschiedlichen Religionen und Weltanschauungen Heimat geworden ist, ein solcher Akt möglich ist".
Seestadt Aspern: