Der kostenlose Kindergarten muss bleiben: Der Katholische Familienverband Wien sieht ihn als unverzichtbar für Frühförderung, Deutschlernen und Chancengleichheit.
Der Katholische Familienverband Wien läuft Sturm gegen Pläne, den beitragsfreien Kindergarten abzuschaffen. Er fordert die Beibehaltung als unverzichtbare Säule für Frühförderung, Chancengleichheit und Integration. Die Wiedereinführung von Gebühren sei „kurzsichtig“ und eine „Katastrophe“ für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Konrad Pleyer, Vorsitzender des Verbandes, warnt scharf: „Der beitragsfreie Kindergarten ist ein Meilenstein. Ihn dem Rotstift zum Opfer fallen zu lassen, darf auch in finanziell schwierigen Zeiten nicht zur Debatte stehen.“
Laut Familienverband würde die Einführung von Gebühren die finanzielle Situation vieler Familien massiv verschärfen. Pleyer befürchtet: „Eltern stehen vor der Frage, ob sie sich den Kindergarten überhaupt leisten können. Damit würde sich Berufstätigkeit für viele nicht mehr lohnen, weil das Einkommen direkt in die Kinderbetreuungskosten fließt. Für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wäre dies eine Katastrophe.“
Besonders kritisch sieht der Verband die Auswirkungen auf die Deutschförderung. Gebühren würden kontraproduktiv wirken und Kindern wichtige Zukunftschancen versperren. Pleyer betont, die späteren Folgekosten für zusätzliche Sprach- oder Berufsförderung wären um ein Vielfaches höher.
„Bildung darf nicht vom Einkommen der Eltern abhängen“, so Pleyer abschließend.