"Strafe muss nicht immer sein und darf keinesfalls zur Strafe für die Angehörigen werden." Die Spenden des Evangelischen Gefängnislaufs kommen den Angehörigen Gefangener zugute.
"Strafe muss nicht immer sein und darf keinesfalls zur Strafe für die Angehörigen werden." Die Spenden des Evangelischen Gefängnislaufs kommen den Angehörigen Gefangener zugute.
Evangelische Gefängnisseelsorge lädt am 27. September zur sportlichen Benefiz-Veranstaltung nach Wien-Floridsdorf.
Am Samstag, 27. September 2014, findet bereits zum fünften Mal in Wien-Floridsdorf der Evangelische Gefängnislauf statt. Von 13 bis 15 Uhr sammeln Freiwillige mit diesem Spendenlauf Geld für die Unterstützung von Angehörigen von Häftlingen. Jeder Teilnehmer versucht, innerhalb von zwei Stunden so viele Runden wie möglich zu je einem Kilometer zurückzulegen. Für jede Runde gibt es Sponsorbeiträge. Der Rundkurs wird direkt an den Gefängnismauern der Justizanstalt und der Evangelischen Kirche in Floridsdorf vorbeiführen. Initiator der Veranstaltung ist die evangelische Gefängnisseelsorge.
Jeder Strafvollzug habe auch seine Schattenseiten, heißt es in einer Aussendung der Evangelischen Kirche in Wien: "Harte, lange Strafen bedeuten vor allem für Angehörige eine ungeheure finanzielle und psychische Belastung." Diese Situation werde nach wie vor wenig wahrgenommen, obwohl gerade die Angehörigen für die Integration von straffälligen Menschen in die Gesellschaft die allerwichtigsten sind. Gefängnisseelsorger Mathias Geist: "Das Zeichen, das durch diese positive Veranstaltung gesetzt wurde, will darauf aufmerksam machen, dass Strafe nicht immer sein muss und keinesfalls zur Strafe für die Angehörigen werden darf."
Bei den letzten vier Gefängnisläufen wurden insgesamt fast 50.000 Euro gesammelt, die betroffenen Familien zugutekamen. Damit würden beispielsweise Fahrtkosten für Gefängnisbesuche, Sozialberatungen oder ganz normale Lebenserhaltungskosten finanziert, wie der Wiener Superintendent Hansjörg Lein erläutert: "Ganz besonders möchten wir heuer auch Kindern und Jugendlichen, die einen Verwandten im Gefängnis wissen, eine unbeschwerte Zeit bei einem Sommerlager der Evangelischen Jugend ermöglichen und so ein wenig Gemeinschaft in schwieriger Zeit schenken.