Mechthild Lang hält es für wichtig, die Fragen der Kinder altersadäquat zu beantworten. Alles andere habe im Kindergarten noch keinen Platz.
Mechthild Lang hält es für wichtig, die Fragen der Kinder altersadäquat zu beantworten. Alles andere habe im Kindergarten noch keinen Platz.
Von Bildungsministerin Heinisch-Hosek angestoßene Debatte "entbehrlich", da bereits jetzt vorgesehen sei, auf Kinderfragen einzugehen.
Skepsis hinsichtlich einer "Aufklärung im Kindergarten" hat der Katholische Familienverband der Erzdiözese Wien geäußert. Sexualaufklärung benötige ein hohes Maß an Vertrauen, damit Kinder mit ihren Fragen "herausrücken", heißt es in einer Aussendung der Verbands-Vorsitzenden Mechtild Lang am Donnerstag 6. November 2014. Aufklärung finde daher "am besten in der Familie" statt. Kindergartenpädagoginnen könnten dabei "im besten Fall nur eine unterstützende Rolle einnehmen", meinte Lang.
Mechthild Lang hält es für wichtig, die Fragen der Kinder altersadäquat zu beantworten. Alles andere habe im Kindergarten noch keinen Platz. Sie wies darauf hin, dass dies bereits jetzt geschehe. Im aktuellen Bildungsrahmenplan für Kindergärten wird die "Entwicklung eines positiven, unbefangenen Verhältnisses zur Sexualität und zur eigenen Geschlechtsidentität" als Ziel definiert, "sachrichtige Antworten auf kindliche Fragen" seien dafür erforderlich.
Angesichts dessen zeigt man sich beim Katholischen Familienverband der Erzdiözese Wien über die derzeitige, von Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek angestoßene Diskussion "verwundert" und hält sie für "entbehrlich". "Kinder entscheiden mittels ihrer Fragen selbst, wann sie für dieses Thema bereit sind." Somit erledige sich jede weitere Diskussion über weiterführende Aufklärungsarbeit im Kindergarten von selbst, erklärte Lang. Wichtiger sei eine Sensibilisierung der Kinder im Blick auf möglichen Missbrauch. Kindern solle Selbstvertrauen vermittelt werden, "damit sie ihre Grenzen aufzeigen und keine Scheu haben, sich Eltern oder Pädagoginnen anzuvertrauen".
Katholischer Familienverband Wien: