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04.09.2015 · Ehrenamt

"Homeless World Cup" heuer wieder "Leuchtturmprojekt"

Homeless-Team

Das Homeless World Cup Nationalteam 2015 mit Teamchef Gilbert Prilasnig (rechts hinten) und den Hauptsponsoren Manfred Gaulhofer (Gaulhofer Industrie Holding) und Philipp Bodzenta (Coca-Cola) sowie ÖFB-Präsident Leo Windtner und Caritas-Präsident Michael Landau (stehend, v.l.n.r.) bei der Präsentation im magdas hotel.

 

Caritas-Präsident zur 13. Auflage der sozialen Straßenfußball-WM in Amsterdam: Jeder Teilnehmer zeigt, "dass er mehr ist als die Kiste, in die seine Defizite gepackt werden".

 

Kurz vor dem Anpfiff zum EM-Qualifikationsspiel Österreich gegen Moldawien im Wiener Ernst-Happel-Stadion wird am Samstag, 5. September 2015 das österreichische "Homeless-World-Cup"-Nationalteam zur WM nach Amsterdam verabschiedet.

 

Was David Alaba oder Marc Janko noch nicht gelang - nämlich Österreichs Fahnen bei einem WM-Turnier zu vertreten -, werden acht Obdachlose, Flüchtlinge und ehemals Alkohol- oder Drogenabhängige bei dem zum 13. Mal ausgetragenen WM-Turnier von 12. bis 19. September tun. Sie zeigen damit, wie Caritas-Präsident Michael Landau am Freitag, 4. September 2015 bei der Präsentation des Teams erklärte: "Jeder Mensch verdient es, eine neue Chance zu bekommen. Jeder will zeigen, dass er mehr ist als die Kiste, in die seine Defizite gepackt werden, die Lade, in die man Menschen allzu oft steckt."


„Weg aus Armut und sozialer Abgrenzung“

Der "Homeless World Cup" sei seit seiner Gründung im Kontext des Europäischen Kulturhauptstadt-Jahres 2003 in Graz ein "Leuchtturmprojekt", so Landau. Die in Österreich von der steirischen Caritas koordinierte soziale Straßenfußball-WM sei längst eine international anerkannte Institution geworden, an der heuer in den Niederlanden Mannschaften aus mehr als 50 Nationen teilnehmen und neben sportlichem Erfolg auch Selbstbewusstsein und Zusammengehörigkeitsgefühl erleben und so leichter den Weg aus Armut und sozialer Ausgrenzung schaffen können.

Bei der Vorstellung des Teams waren auch ÖFB-Chef Leo Windtner, der Ex-Profifußballer Gilbert Prilasnig als ehrenamtlich tätiger Team-Chef sowie Vertreter der langjährigen Sponsoren "Gaulhofer" und "Coca Cola" anwesend. Als Moderator fungierte der "Geburtshelfer" der ersten Auflage der Obdachlosen-WM in Graz, Harald Schmied von der steirischen Caritas, Schauplatz war das "magdas"-Hotel der Wiener Caritas, wo auch Flüchtlinge für das Wohl der Gäste sorgen.

Der Caritas sei es ein Anliegen, dass Menschen am Rand der Gesellschaft wieder in deren Mitte rücken, von Außenseitern zu "Innenseitern" werden", sagte Michael Landau. Der "Homeless World Cup" sei ein starker Impuls dazu, denn "Fußball eint die Menschen". Mehr als 5.000 Spieler mit problematischen Lebensumständen nahmen an den bisherigen zwölf Turnieren teil, in Österreich waren es laut dem Caritas-Chef etwa 100 aus mehr als 30 sozialen Einrichtungen wie dem "Grünen Kreis", der Suchtberatung Klagenfurt oder der Caritas-Straßenzeitung "Megaphon". Zwei Drittel von ihnen hätten "ihr Leben danach signifikant verbessern" können. Landaus Fazit: "Der 'Homeless World Cup' ist ein Volltreffer für Menschen am Rand der Gesellschaft."


Auch Stars waren einmal Flüchtlinge

ÖFB-Präsident Windtner stellte eine Verbindung zur derzeitigen Flüchtlingsmisere her: Der "Homeless World Cup" sei ein umso wichtigeres Signal, wenn wie derzeit Heimatvertriebene quer durch Europa geschleust würden, hierzulande in Zelten oder im Freien schlafen müssten. Windtner wies darauf hin, dass auch in Österreichs Nationalteam mehrere Stars wie David Alaba oder Zlatko Junuzovic - der aus einer Flüchtlingsfamilie stammt - Migrationshintergrund hätten und durch den Sport zu "Galionsfiguren" geworden seien. Den "Homeless World Cup" nannte Windtner ein Vorzeigeprojekt, "das eindrucksvoll zeigt, in welchen Bereichen des Lebens der Fußball eine Perspektive öffnen und positive Veränderungsprozesse einleiten kann".

Teamchef Prilasnig, der die acht Spieler in Sichtungstrainings auswählte und seither in mehreren Trainingscamps auf das Turnier in Amsterdam vorbereitete, zeigte sich beeindruckt vom hohen sportlichen Niveau der Mitspielenden. Freilich stünden beim "Homeless World Cup" soziale Aspekte gegenüber sportlichen im Vordergrund. Prilasnig ist seit 2004 Teamchef - und damit der längstdienende in Österreichs Fußballgeschichte, wie Moderator Schmied anmerkte -, Österreichs bisher einziger "Homeless-WM"-Titel sei 2003 errungen worden; er wolle somit so lange bleiben, bis das österreichische Team diesen Erfolg wiederholen kann, wie der frühere Nationalspieler schmunzelnd anmerkte. Beim Turnier 2014 belegte das österreichische Team unter 48 teilnehmenden Mannschaften Platz 23, Sieger wurde das Gastgeberland Chile.

Das Streetsoccer-Team wird jedes Jahr neu zusammengestellt. Durch diese spezifische "Homeless World Cup"-Regel sollen immer wieder neue Spieler wertvolle Erfahrungen bei der WM machen, um diese danach auf ihrem weiteren Lebensweg entscheidend nützen zu können. Auch auf UEFA-Ebene wird die soziale Straßenfußball-WM geschätzt und wurde 2005 mit dem Charity Award ausgezeichnet.

erstellt von: red/kap
04.09.2015
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Information:

"Homeless World Cup":
www.homelessworldcup.at

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Der Leiter der Bergrettung Lech spricht über die Berufung ein Bergretter zu sein.

Kein Mesner fällt vom Himmel

Tagung der Arbeitsgemeinschaft der Sakristanenverbände des deutschen Sprachraums (ADS) im Don Bosco-Haus.

Ehrenamtliche Helfer gefeiert

Aufbauenden Worte bei der jährlichen Elisabeth-Messe in der Erzdiözese Wien

Werkzeug Gottes sein

Rosalia besucht jede Woche alte Menschen im Pflegeheim.

Bewährt im Glauben und Beruf

Ständige Diakone prägen seit Jahrzehnten unsere Erzdiözese.

Unsere neuen Diakone

Vierzehn bewährte Männer werden am 22. September um 15 Uhr im Stephansdom zu Ständigen Diakonen geweiht.

Van der Bellen verabschiedet Jugendliche ins Auslandsvolontariat

Bundespräsident würdigt bei Hofburg-Empfang für 120 künftige Freiwillige das Vorhaben, "die Welt ein kleines Stück besser zu machen"

Verkaufte Körper, verwundete Seelen

Vom Leid der Mädchen in Sierra Leones Hauptstadt Freetown erzählt ein neuer Film.

Wo ein Pfarrhof die Marktgemeinde prägt

Der riesige Pfarrhof von Gaweinstal wird zum Zentrum für alle Menschen des Ortes.

Ich lebe meinen Glauben im Tun

Florian Redl setzt sich in seiner Freizeit für Obdachlose und Bedürftige ein.

Von Haus zu Haus unterwegs

Mehr als 60 Freiwillige gingen von Tür zu Tür um die Menschen aktiv in die Pfarre einzuladen.

Der Sport verbindet die Menschen

Diözesansportgemeinschaft (DSG): Schnittstelle zwischen Kirche und Sport.

Im Zahlen-Dschungel der Pfarren

Informationsabend zum Thema „Die Aufgabe der RechnungsprüferInnen“. 

Viel geben, um viel zu bekommen

Beispiele wie viel unsere Pfarren im Kampf gegen Armut und Not leisten.

„Kirche ist cool und faszinierend“

Judith Faber ist ehrenamtliche Vorsitzende der Katholischen Jugend.

440.000 Österreicher freiwillig für Glaubensgemeinschaft tätig

Rund 46 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren sind unbezahlt engagiert

Telefonseelsorge: Seit 50 Jahren "24h-Zuhörangebot" in Krisen

1,13 Millionen Gespräche seit der Gründung allein in Wien, Beratung mittlerweile auch über Email und Chat.

Sozial und solidarisch mit den Menschen

Salz der Erde und Sauerteig sein: Das sieht Barbara Karner als ihren Auftrag.

Flüchtlingshilfe: Theologen planen Leitfaden für Ehrenamtliche

Leitfaden wird derzeit an Universität Wien erarbeitet.

Hofburg-Gespräch:

Hofburg-Gespräch: Landau sieht große Ermutigung für Ehrenamtliche

Bundespräsident Van der Bellen lud Vertreter von Caritas, Diakonie, Rotem Kreuz und Ärzte ohne Grenzen ein.

Integration: Caritas sucht Paten für junge Flüchtlinge

Information unter: www.caritas-commit.at

„Einfach da sein“ – Wissen und Haltung für die Begleitung am Lebensende und bei Demenz

Schwesterngemeinschaft der Caritas Socialis erfreut über große Nachfrage nach Ausbildung für Sterbe- und Trauerbegleitung.

Glawischnig: Sternsinger-Aktion "wirklich großartig"

Reigen der Besuche bei der Politik des Landes.

Nationalratspräsidentin Bures: "Sternsinger wichtiger Teil der Zivilgesellschaft"

Sternsinger aus Maria Lanzendorf im Parlament.

Seit 76 Jahren Ministrant

Diözesanweiter Rekord

Gelebte Barmherzigkeit: „Man kann ihnen schwer mit Gott kommen“

Adriano Eckert hilft im Wohnheim für Haftentlassene in Wien-Mariahilf.

Gelebte Barmherzigkeit: „Die Menschen schütten auch ihr Herz aus“

Sabine Kienast hilft, seit zwei Jahren, jeden Dienstag bei der Lebensmittelverteilung in Wien-Meidling.

Gelebte Barmherzigkeit: „Ein Gespräch kann auch sehr aufbauend sein“

Seit über vier Jahrzehnten hat die 79-Jährige Eva Engelmann in der Telefonseelsorge ein offenes Ohr.

Helene Gratzer engagiert sich ehrenamtlich in der Kontaktstelle für Alleinerziehende der Erzdiözese Wien.

Gelebte Barmherzigkeit: Mit der "Wahlomi" in Park und Museen unterwegs

Wöchentlich verbringt Helene Gratzer Zeit als "Wahlomi" und entlastet damit die Mutter.

„72 Stunden ohne Kompromiss“: Ein Vorbild für unsere Gesellschaft

Wie 4.000 Jugendliche in ganz Österreich an drei Tagen die Welt ein Stück weit verbesserten.

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