Mehr als nur ein Arbeitsplatz: Gerti Fuchs und ihr Team bieten scheinbar chancenlosen Frauen mit der Webstube- und Kreativwerkstatt der St. Elisabethstiftung eine neue Chance am Arbeitsmarkt.
Mehr als nur ein Arbeitsplatz: Gerti Fuchs und ihr Team bieten scheinbar chancenlosen Frauen mit der Webstube- und Kreativwerkstatt der St. Elisabethstiftung eine neue Chance am Arbeitsmarkt.
Kerzen, Engerl, Fleckerlteppiche, Glückwunschkarten. Junge Mütter in Not gestalten in der Webstube und Kreativwerkstatt der St. Elisabethstiftung Handarbeiten und kunsthandwerkliche Gegenstände. Der Erlös kommt wiederum Frauen und Müttern in Not zugute.
Ich liebe diese Arbeit“, schildert Katharina. Sie bastelt Engerl. Katharina ist Mutter der zehnmonatigen Celin. Die aus der Slowakei stammende junge Mutter kommt dreimal wöchentlich in die Webstube und Kreativwerkstatt in Wien-Margarethen. Katharina war eine Zeit lang Kellnerin, der Beruf aber zu stressig und mit der kleinen Tochter ist das jetzt nicht mehr kompatibel. Katharina ist in Karenz, absolviert einen Deutschkurs und möchte eine Ausbildung zur Altenpflegerin machen. Das Erlernen der handwerklichen Fähigkeiten in der Kreativwerkstatt kommt ihr entgegen.
Geschütze Arbeitsplätze gibt es hier auch für Frauen mit Gehöreinschränkung, weiters gibt es befristete Anstellungen. „Die Frauen sind in spezielle Nöte geraten. Manche aufgrund einer Schwangerschaft, in deren Folge sie vom Partner verlassen wurden“, schildert Schneidermeisterin Gerti Fuchs.
Unter ihrer Betreuung und dem Engagement zahlreicher ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen lernen die Frauen ihre eigenen Fähigkeiten und Ressourcen zu entdecken, Verantwortung zu übernehmen, einen strukturierten Tagesablauf zu erfahren und Arbeitserfahrung zu sammeln.
Betrieben wird die Webstube und Kreativwerkstatt von der St. Elisabethstiftung der Erzdiözese Wien. Diese führt auch zwei Mutter-Kind-Häuser, Startwohnungen und bietet Beratung in der Familien-, Rechts- und Schwangerenberatungsstelle in der Arbeitergasse 28.
Die Themenpalette der Gespräche reicht von Paar- und Ehekonflikten, Trennungs- und Scheidungssituationen, bis zu Betreuungs- und Sorgerechtsproblemen.
„Es geht darum, dass die Frauen mit ihren Kindern einen guten Start ins Leben haben“, schildert Anna Millauer, die Leiterin der Beratungsstelle: „Wir unterstützen materiell mit Kinderwägen, Kleidung und Windeln.“ 600 Erstgespräche jährlich unterstreichen die Bedeutung der kostenfreien Einrichtung.
Katharina, die derzeit ihren Kurs in der Kreativwerkstatt und Webstube absolviert, wohnt mit Tochter Celin in einem der beiden Mutter-Kind-Häuser der St. Elisabethstiftung. Wohnungslose volljährige schwangere Frauen und Mütter mit ihren Kindern werden dort auch durch Sozialarbeiterinnen unterstützt. Danach bieten Startwohnungen die Chance für nächste Schritte in ein eigenständiges Leben.
Engerl, Glückwunschkarten, Kerzen, Lavendelsackerl, Fleckerlteppiche, die in der Webstube und Kreativwerksstatt der St. Elisabethstiftung gefertigt werden, sind nun am Adventmarktstand am Stephansplatz 5a erhältlich.
„Die Einnahmen sind ein Fundament unserer Hilfe für notleidende Frauen im Sinne der Heiligen Elisabeth“, unterstreicht Webstubenleiterin Gerti Fuchs.
Bis 23. Dezember werden die gefertigten Handarbeiten und kunsthandwerklichen Gegenstände auf dem Stand am Stephansplatz 5a im Durchgang zur Domgasse, rechts neben der Dombuchhandlung angeboten.
Montags von 10 bis 18 Uhr,
dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr
hat der Adventmarktstand geöffnet.
Bis 23. Dezember
Montags von 10 bis 18 Uhr,
dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr
Engerl, Glückwunschkarten, Kerzen, Lavendelsackerl, Fleckerlteppiche, ... die in der Webstube und Kreativwerksstatt der St. Elisabethstiftung gefertigt werden, sind nun am Adventmarktstand erhältlich.
„Die Einnahmen sind ein Fundament unserer Hilfe für notleidende Frauen im Sinne der Heiligen Elisabeth“.
Weitere Informationen zu
T +43 (1) 512 60 63
E-Mail-Adresse: redaktion@dersonntag.at
Weitere Informationen zu "Der SONNTAG" die Zeitung der Erzdiözese Wien