Sunday 29. May 2016

Veranstaltungen zum "Tag des Judentums"

Christen machen sich ihre Weggemeinschaft mit dem Judentum bewusst. Gottesdienst am 17. Jänner in der evangelischen Verklärungskirche im 2. Bezirk


Die Kirchen feiern am 17. Jänner den "Tag des Judentums". Das Christentum ist in seinem Selbstverständnis wesentlich mit dem Judentum verbunden; damit dies den Christen immer deutlicher bewusst wird, hat der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) im Jahr 2000 den "17. Jänner - Tag des Judentums" als Gedenktag im Kirchenjahr eingeführt. Dabei sollen sich die Christen in besonderer Weise ihrer Weggemeinschaft mit dem Judentum bewusst werden und zugleich des von ihnen an jüdischen Menschen und ihrem Glauben begangenen Unrechts in der Geschichte gedenken.

Die Initiative zum "Tag des Judentums" geht auf die Zweite Europäische Ökumenische Versammlung 1997 in Graz zurück. Auch in Italien, Polen und den Niederlanden wird der Tag des Judentums begangen. Das Datum für den Tag des Judentums ist bewusst gewählt: Den Geist dieses Tages sollen die Kirchen in die anschließende weltweite "Gebetswoche für die Einheit der Christen" (18. bis 25. Jänner) weiter tragen. Denn bei allen Trennungen der Christenheit untereinander sei allen Kirchen gemeinsam, dass sie im Judentum verwurzelt sind, so die Veranstalter.

 

Gottesdienst in der evangelischen Verklärungskirche im 2. Bezirk

Der "Tag des Judentums" wird mit verschiedenen Veranstaltungen und Gottesdiensten begangen. Der zentrale Gottesdienst des ÖRKÖ in Wien zum "Tag des Judentums" findet am Sonntag, 17. Jänner, um 18 Uhr in der evangelischen Verklärungskirche (1020 Wien, Am Tabor 5) statt. Das biblische Motto des Gottesdienstes ist dem Buch der Psalmen entnommen: "Herr, steh auf, dass nicht Menschen die Oberhand gewinnen" (Ps 9,20). Die Predigt hält der Präsident des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Martin Jäggle.

 

Gedenkfeier am 18. Jänner: Jüdisches Leben in Hietzing

Der Wiener Ökumenekreis Hietzing lädt am 18. Jänner um 19 Uhr ins Amtshaus Hietzing zu einer Gedenkfeier an jüdisches Leben und jüdischen Glauben in Hietzing. Vortragende sind u.a. der Vizepräsident des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Helmut Nausner, und der Generalsekretär der Israelitischen Kultusgemeinde, Raimund Fastenbauer.

19. Jänner: "Zwischen jüdischer Tradition und frühchristlicher Kunst"

Dem Gedenken an den Pionier der Judaistik in Österreich, Prof. Kurt Schubert (1923-2006), und an seine Frau Ursula (1927-1999) widmet die Österreichische Akademie der Wissenschaften am 19. Jänner um 19.30 Uhr eine Festveranstaltung. In Vorträgen ein wesentlicher Aspekt der gemeinsamen Arbeit der beiden beleuchtet: Ab den 1960er Jahren bewegte die Wissenschaft die Frage, welche Rolle die jüdische Tradition in der Entwicklung alttestamentlicher christlicher Ikonographie gespielt hat. Die Kunsthistorikerin Ursula und der Judaist Kurt Schubert brachten in die Diskussion in den 1970er Jahren dabei verstärkt jüdische Perspektiven ein, bei denen die rabbinischen Elemente frühchristlicher Kunst im Vordergrund standen.

Referenten sind Katrin Kogmann-Appel von der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster und Bernhard Dolna von der Universität Wien und dem International Theological Institute in Trumau. Die Veranstaltung steht unter dem Motto "Zwischen jüdischer Tradition und frühchristlicher Kunst. Die Malereien in der Katakombe der Via Latina in der Forschung von Ursula und Kurt Schubert". Die Veranstaltung steht unter dem Ehrenschutz von u.a. Kardinal Christoph Schönborn und Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg.

 

21. Jänner: "Die zehn größten Irrtümer über das Judentum"

Am 21. Jänner veranstaltet die Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems schließlich in den Räumlichkeiten des Christlich-jüdischen Informationszentrums (Tandelmarktgasse 5) ab 15.30 Uhr ein Seminar über "Die zehn größten Irrtümer über das Judentum". Referent ist Willy Weisz, jüdischer Vizepräsident des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit.

erstellt von: red/kap
12.01.2016

Das Christentum ist in seinem Selbstverständnis wesentlich mit dem Judentum verbunden; damit dies den Christen immer deutlicher bewusst wird, hat der "Ökumenische Rat der Kirchen" den "17. Jänner - Tag des Judentums" als Gedenktag im Kirchenjahr eingeführt.

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