Die Misings im Nordosten Indiens, die auch „Flussbewohner/innen“ genannt werden, leben vor allem von der Landwirtschaft. Die Flüsse sind Lebensader, zugleich aber auch Bedrohung. In alljährlichen Überflutungen zerstören sie Häuser und Felder.
Die Misings im Nordosten Indiens, die auch „Flussbewohner/innen“ genannt werden, leben vor allem von der Landwirtschaft. Die Flüsse sind Lebensader, zugleich aber auch Bedrohung. In alljährlichen Überflutungen zerstören sie Häuser und Felder.
Der von einem schweren Erdbeben betroffene Nordosten Indiens ist Schwerpunktregion der heurigen Sternsingeraktion.
Der Montagfrüh von einem schweren Erdbeben erschütterte Nordosten Indiens ist die Schwerpunktregion der diesjährigen Sternsingeraktion. Laut jüngsten Meldungen hat die Naturkatastrophe mindestens zehn Menschen das Leben gekostet. Mehr als 100 Menschen wurden nach offiziellen Angaben verletzt. Die Erdstöße waren auch in Myanmar, Bangladesch und Bhutan zu spüren. Das Ausmaß der Katastrophe sei freilich noch nicht abzusehen, da gerade die ländlichen Gebiete schwer erreichbar sind, hielt die Dreikönigsaktion (DKA) der Katholischen Jungschar in einer Aussendung am Montag, 4. Jänner 2016 fest.
"Wir versuchen gerade den Kontakt zu unseren Partnerorganisationen vor Ort herzustellen, um sicherzustellen wie wir rasch unterstützen können. Denn die Hilfe aus Österreich wird doppelt wichtig sein", berichtete DKA-Geschäftsführer Jakob Wieser. Eine Naturkatastrophe in einer Armutsregion wie Nordost-Indien habe doppelt verheerende Auswirkungen: "Wenn jegliche Infrastruktur fehlt, wenn es zum Beispiel keine Ärzte und Krankenhäuser gibt, können auch nicht lebensbedrohliche Verletzungen fatal enden."
Über Jahre hinweg hätten zudem gewalttätige Konflikte zwischen Volksgruppen im Nordosten Indiens tiefe Spuren hinterlassen: Schulen, Spitäler und Häuser seien zerstört. Es fehle an Nahrung und medizinischer Versorgung. Leidtragende seien besonders die Kinder, schilderte Wieser. Die Schulen seien in sehr schlechtem Zustand, es gebe auch nicht genügend Lehrer. Nur 15 Prozent der Frauen und 35 Prozent der Männer könnten lesen und schreiben. "Viele und vor allem junge Menschen finden keine Arbeit und haben kein Einkommen", so der DKAä-Geschäftsführer.
Im Mittelpunkt der Hilfsprojekte der Dreikönigsaktion in der Region stehe die Sorge, dass Buben und Mädchen die Schule besuchen und auch wirklich abschließen. Jugendlichen, die ihre Schulbildung abgebrochen haben, werde zu einem Abschluss verholfen. Sie würden Nachhilfe bekommen und erhielten eine berufliche Ausbildung.
Die Mitarbeiter der Partnerorganisation der Dreikönigsaktion gingen dazu direkt in die Dörfer. Ihr Angebot reiche über Aus- und Weiterbildungen in den Bereichen Schneiderei, Handwerk und verbesserte landwirtschaftliche Methoden bis hin zu Englischunterricht und Computerschulungen. Um der Diskriminierung von Frauen und Mädchen entgegenzuwirken, würden diese besonders unterstützt. Wieser: "Bildung ist der Schlüssel, um die Armut zu besiegen."
Dreikönigsaktion - Hilfswerk der Katholischen Jungschar:
www.dka.at