Wir werden sie brauchen wie’s tägliche Brot, um die kommenden schwierigen Zeiten zu bestehen: Sozialpartnerschaft, Solidarität, Aufmerksamkeit für die Ärmeren und Heimatlosen, eine große Gesprächsbereitschaft, um gemeinsame Lösungen zu suchen.
Wir werden sie brauchen wie’s tägliche Brot, um die kommenden schwierigen Zeiten zu bestehen: Sozialpartnerschaft, Solidarität, Aufmerksamkeit für die Ärmeren und Heimatlosen, eine große Gesprächsbereitschaft, um gemeinsame Lösungen zu suchen.
Antworten von Kardinal Christoph Schönborn in der Zeitung HEUTE am 29.5.2020
Unvorstellbare Summen werden in die Wirtschaft, in alle von Corona betroffenen Bereiche gepumpt. Viele Milliarden Euro bei uns in Österreich. Von 750 Milliarden ist die Rede für die EU. Die USA sprechen von Billionen. Ich vertraue auf die Umsicht der politisch Verantwortlichen. Es geht ja um zahllose Arbeitsplätze, um das wirtschaftliche Überleben so vieler. Hoffen wir, dass die Schuldenlast zu verkraften sein wird.
Geld allein wird das nicht schaffen, so wichtig, so notwendig jetzt die finanziellen Hilfen sind. Es braucht auch den entsprechenden Geist. Unser Land ist bisher vergleichsweise gut durch die Krise gekommen, weil ein guter Geist geherrscht hat: Bereitschaft zum Zusammenhalt, Rücksicht auf die Schwächeren und Gefährdeten, Verzicht auf manches Gewohnte.
Jetzt, mit der „erneuerten Normalität“, dürfen diese Haltungen nicht verlorengehen. Wir werden sie brauchen wie’s tägliche Brot, um die kommenden schwierigen Zeiten zu bestehen: Sozialpartnerschaft, Solidarität, Aufmerksamkeit für die Ärmeren und Heimatlosen, eine große Gesprächsbereitschaft, um gemeinsame Lösungen zu suchen. Kurz: Wir brauchen viel Heiligen Geist. Ein frohes Pfingstfest!