.... „er hat unendlich viel gesagt: er hat sich lieben lassen"
.... „er hat unendlich viel gesagt: er hat sich lieben lassen"
„Wir haben Gott vertraut, und er hat uns nie enttäuscht.“
Ich habe vor wenigen Tagen etwas gelesen, das mich sehr berührt hat. Es stand im neuen „Melchior“, dem Magazin, das die Katholische Hochschulgemeinde an der Universität Wien gemeinsam mit der Online-Plattform Fisherman.FM und dem You!-Magazin herausgibt.

Da gab es ein Interview mit einem jungen Vater, dessen Frau mit 28 Jahren an Krebs gestorben ist.
Dreimal hat die Italienerin Chiara Corbella Petrillo ein Kind auf die Welt gebracht, aber die ersten beiden waren – das hatte man jeweils schon in der Schwangerschaft festgestellt – wegen schwerer Missbildungen nicht lebensfähig. So sind Maria Grazia und Davide schon knapp nach der Geburt gestorben. Francesco kam endlich ganz gesund auf die Welt, aber da hatte die Mutter schon Krebs. Weil sie das Kind in ihrem Leib nicht beeinträchtigen wollte, hat sie spät mir der Behandlung begonnen und starb, als Francesco ein Jahr alt war.
Im „Melchior“ sagt nun der junge Witwer, wie das war, als das zweite Kind auf die Welt kam: „Mit einem Leben von einer halben Stunde konnte Davide, ein kleiner Junge, der nie gesprochen hat, unendlich viel sagen. Er hat sich lieben lassen. Und vielleicht sind wir in unseren, wenn es hochkommt, hundert Jahren auf der Erde nur dafür da, uns lieben zu lassen.“
Dieses: „er hat unendlich viel gesagt: er hat sich lieben lassen" hat mich nicht wieder losgelassen. Wie viel ist hier über die Würde des Menschen gesagt. Und wie furchtbar, wenn der andere da ist, um geliebt zu werden – und wir ihm das versagen!
Und noch einen Satz möchte ich Ihnen mitgeben, den die Eltern ihrem Francesco zum 1. Geburtstag geschrieben haben, als die Mutter schon todkrank war: „Wir haben Gott vertraut, und er hat uns nie enttäuscht.“
„Melchior“ erhält man über melchiormagazin.com.
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Kolumne von Chefredakteur Michael Prüller im "Sonntag" |
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