In seiner Weihnachtsansprache erinnert unser designierter Erzbischof Josef Grünwidl daran, wie viel Kraft in einem offenen Herzen liegt – und wie sehr der Engelsruf „Fürchtet euch nicht“ auch heute trägt.
In einer Videobotschaft zum Fest der Geburt Christi lädt unser ernannter Erzbischof Josef Grünwidl dazu ein, Weihnachten als Fest der Öffnung und der Hoffnung zu leben. Zwei Sätze aus dem Weihnachtsevangelium stehen für ihn dabei im Mittelpunkt.
Der Satz „In der Herberge war kein Platz für sie“ wird für Grünwidl zur Frage an uns alle: Wie viel Raum geben wir einander? „Habe ich Platz nur für mich und meine Wünsche? Oder mache ich zu Weihnachten auf?“ Er ruft dazu auf, besonders jene nicht zu übersehen, „die arm sind, auf der Flucht sind, traurig sind“ – Menschen, die gerade zu Weihnachten auf Aufmerksamkeit und Nähe angewiesen sind.
Als zweites Leitwort stellt er den Zuspruch des Engels an die Hirten in den Mittelpunkt: „Fürchtet euch nicht!“ In einer Zeit voller Unsicherheiten brauche es diese Ermutigung besonders, sagt Grünwidl. Weihnachten lade ein, Angst und düstere Gedanken nicht überhandnehmen zu lassen, sondern „Zuversicht, Hoffnung, Freude und Dankbarkeit“ Raum zu geben. Der Grund dieser Hoffnung liege im Kern des Festes selbst: „Weil Weihnachten uns sagt: Gott ist bei uns. Er lässt uns nicht im Stich.“
Grünwidl verbindet seinen Weihnachtsgruß mit dem Wunsch, dass dieses Fest neue Zuversicht schenkt. Weihnachten gelinge dort, wo wir Raum schaffen – für uns selbst, aber ebenso für Menschen, „die vielleicht auf uns warten, die uns brauchen“. Der Engelsruf aus dem Evangelium soll uns dabei begleiten: „Fürchte dich nicht. Gott ist da.“