Bis zuletzt war er als Schriftsteller und freier Publizist tätig. Insgesamt publizierte Holl mehr als 30 Bücher.
Bis zuletzt war er als Schriftsteller und freier Publizist tätig. Insgesamt publizierte Holl mehr als 30 Bücher.
1976 war er von Kardinal König vom Priesteramt suspendiert worden. Holl publizierte mehr als 30 Bücher.
Der Theologe, Religionssoziologe und Autor Adolf Holl ist am Donnerstag im Alter von 89 Jahren nach schwerer Krankheit in Wien verstorben. Der am 13. Mai 1930 in Wien geborene Holl wurde 1954 zum Priester geweiht; er promovierte 1955 in katholischer Theologie und widmete sich während seiner Kaplanszeit in der Pfarre St. Johann Evangelist und in der Neulerchenfelder Pfarrkirche weiteren Studien der Philosophie, Psychologie und Geschichte. Ab 1963 war er Dozent an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien.
Sein Buch "Jesus in schlechter Gesellschaft" (1971) brachte Holl in Konflikt mit der Kirchenleitung. In dem Buch, bei dem ihm seine Lebensgefährtin, die Journalistin Inge Santner-Cyrus, half, bezweifelte Holl die Göttlichkeit Jesu und stellte infrage, ob dieser eine von Klerikern geleitete, institutionalisierte Kirche gewollt habe. 1973 verlor Holl die Lehrbefugnis, 1976 wurde er vom damaligen Wiener Erzbischof Kardinal Franz König (1905-2004) vom Priesteramt suspendiert. Österreichweit wurde Holl als Diskussionsleiter der ORF-Diskussionssendung "Club 2" bekannt. Bis zuletzt war er als Schriftsteller und freier Publizist tätig. Insgesamt publizierte Holl mehr als 30 Bücher.
Holl erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter den Kardinal-Innitzer-Preis, das Ehrendoktorat der Universität Klagenfurt, den Österreichischer Staatspreis für Kulturpublizistik, den Axel-Corti-Preis und den Preis der Stadt Wien für Publizistik.