Papst Franziskus hat die Mitarbeiter des Roten Kreuzes als Barmherzige Samariter von heute gewürdigt.
Papst Franziskus hat die Mitarbeiter des Roten Kreuzes als Barmherzige Samariter von heute gewürdigt.
Ein Prophet sei einer, der durchaus "Ohrfeigen verteile", damit die Menschen aufwachten.
Papst Franziskus hat die Mitarbeiter des Roten Kreuzes als Barmherzige Samariter von heute gewürdigt. Ihr Einsatz für die Erdbebenopfer in Italien sowie für Migranten und Flüchtlinge sei ein prophetisches Zeichen, sagte er bei einer Audienz für rund 7000 Angehörige des Italienischen Roten Kreuzes am Samstag, 27. Jänner 2018 im Vatikan. Ein Prophet aber sei einer, der durchaus "Ohrfeigen verteile", damit die Menschen aufwachten. Das tue er mit Worten und seiner Art zu leben. Ebenso sollten die Rot-Kreuz-Mitarbeiter mit ihrem Einsatz solche Watschen verteilen, damit eine Gesellschaft "aus ihrem sozialen Egoismus" aufwache und das Gute in ihrem Herzen wiederentdecke, sagte Franziskus.
Insgesamt verdiene die Arbeit des Roten Kreuzes in Italien wie weltweit noch mehr den Dank eines jeden Bürgers. Ihr Einsatz folge den gleichen Prinzipien, die auch den Samariter aus der Bibel geleitet hätten: Menschlichkeit, Unparteilichkeit und Neutralität. So wie der Mann aus Samarien das am Straßenrand liegende Opfer nicht nach Herkunft, Glaube oder Schuld an seiner Lage gefragt habe, kümmere sich auch das Rote Kreuz um Menschen in Not, die sonst oft keiner sieht. Zudem gelte ihr Einsatz allen in Not, egal welche Religion, Nationalität, Hautfarbe, Weltanschauung sie haben - und auch unabhängig davon, ob die Opfer an ihrer Lage selber schuld seien.