Es geht beim synodalen Prozess um einen gemeinsamen Weg der Umkehr. Dazu sei es wesentlich, zu hören, wohin Gott seine Kirche führen wolle, statt am eigenen Kirchenbild festzuhalten.
Es geht beim synodalen Prozess um einen gemeinsamen Weg der Umkehr. Dazu sei es wesentlich, zu hören, wohin Gott seine Kirche führen wolle, statt am eigenen Kirchenbild festzuhalten.
Diakonentreffen mit Kardinal Schönborn im Zeichen der Begegnung und der Arbeit am synodalen Prozess.
Am 10. Dezember, unmittelbar vor seiner Abreise zum Ad-limina-Besuch in Rom, traf Kardinal Schönborn 60 Diakone der Erzdiözese Wien zum heurigen Diakonentag. Dieser stand im Zeichen des jüngst veröffentlichten Dokuments zum Synodalen Prozess.
In zwei Impulsen versuchte der Erzbischof die Grundanliegen des Schreibens zusammenzufassen. Es gehe um den gemeinsamen Weg der Umkehr. Dazu sei es wesentlich, zu hören, wohin Gott seine Kirche führen wolle, statt am eigenen Kirchenbild festzuhalten. Ziel sei es, einen gemeinsamen Weg zu finden, der die Tradition aufnimmt und die Kirche gleichzeitig ins Heute führt. Diese Fragen berühren direkt unseren christlichen Gottesbegriff, so der Kardinal weiter, denn darin finde sich bereits das Miteinander und das Gemeinsame. Der Erzbischof ermutigte die Diakone, „mit offenen Ohren und Augen an diesem gemeinsamen Weg“ teilzunehmen. Die Diakone ihrerseits baten den Kardinal, das dringende Anliegen der Rolle der Frau im Leben der Kirche auf weltkirchlicher Ebene weiter zu unterstützen.
Der Diakonentag war insgesamt geprägt von Erfahrungsaustausch und Begegnung. Zudem erarbeiteten sie in Kleingruppen das Synodenpapier. Diakon Franz Schramml fasste diese Gespräche in den Kleingruppen treffend zusammen: "Die Probleme sind vielfältig und wohl niemand beneidet Papst Franziskus um seine Aufgabe ..."
Seit gut 50 Jahren wirken in der Erzdiözese Wien ständige Diakone in den Pfarren und der kategorialen Seelsorge. Die meisten von ihnen sind verheiratet, gehen einem Zivilberuf nach und wirken ehrenamtlich. Diakon Mag. Andreas Frank leitet das Institut des für den ständigen Diakonat, das in der Wiener Boltzmanngasse verortet ist.