Die Tagung wird vom Diözesanarchiv Wien, dem Institut für Österreichische Geschichtsforschung und dem Verein für Geschichte der Stadt Wien veranstaltet.
Die Tagung wird vom Diözesanarchiv Wien, dem Institut für Österreichische Geschichtsforschung und dem Verein für Geschichte der Stadt Wien veranstaltet.
Zweitägige Veranstaltung im Rahmen des Jubiläums "300 Jahre Erhebung zur Erzdiözese" - Teilnahme auch online möglich.
Der lange Weg zur Erhebung von Wien zum Erzbistum zeichnet eine Tagung nach, die am 19. und 20. Jänner im Wiener Erzbischöflichen Curhaus bzw. online stattfindet. Im Fokus stehen der Erhebungsakt von 1723 und seine Folgen. Dabei war der Tag der offiziellen Erhebung bereits im Jahr davor: Eine Bulle von Papst Innozenz XIII. vom 1. Juni 1722 war dafür ausschlaggebend, deren Eintreffen in Wien war jedoch erst am 14. Februar 1723, der feierliche Festakt zur Erhebung schließlich zehn Tage darauf. Jedoch schon ab 1722 durfte sich der Wiener Bischof Sigismund Kollonitz erster Fürsterzbischof von Wien nennen und erhielt auch die Kardinalswürde, die fortan an fast alle seine Nachfolger im Erzbischofsamt verliehen wurde.
Am Eröffnungstag (Donnerstag, 19. Jänner) stehen die Vorgeschichte und Bistumspläne des Mittelalters im Zentrum, präsentiert von Christian Lackner, Direktor des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, und dem Wiener Kirchenhistoriker Thomas Prügl. Am Nachmittag handeln die Tagungsbeiträge von der Erhebung zum Erzbistum unter Karl VI. und der Herauslösung aus dem Passauer Diözesanverband. Vortragende sind etwa der Salzburger Stiftsarchivar Gerald Hirtner, der Kirchenrechtler Stefan Schima sowie Johanna Kößler, Leiterin des Diözesanarchivs der Erzdiözese Wien.
Um die Wiener (Erz-)Bischöfe geht es am zweiten Tag (Freitag, 20. Jänner). Zunächst aus Perspektive der Denkmalforschung und Architektur, mit Beiträgen von Günther Buchinger und Doris Schön über das erzbischöfliche Palais. Auch die Erzbischofswürde und deren Folgen für das Zeremoniell oder auch die Begräbnisfeierlichkeiten werden thematisiert.
Am Freitagnachmittag spricht die Musikwissenschaftlerin Elisabeth Hilscher über die Kirchenmusik, die Historikerin Renate Kohn über die Grabdenkmäler der Erzbischöfe und ihr Fachkollege Stephan Steiner über die Beziehung letzterer zu den Protestanten. Über das 19. und 20. Jahrhundert der Erzdiözese Wien unter Kaisern, Republiken und Diktaturen spricht abschließend dann der Kirchenhistoriker Rupert Klieber.
Die Tagung wird vom Diözesanarchiv Wien, dem Institut für Österreichische Geschichtsforschung und dem Verein für Geschichte der Stadt Wien veranstaltet. Vorbereitende und begleitende Veranstaltungen werden zudem vom Wiener Stadt- und Landesarchiv durchgeführt.
Die Online-Teilnahme ist unter www.geschichte-wien.at/veranstaltung/tagung-der-lange-weg-zum-erzbistum-wien-der-erhebungsakt-1723-und-seine-folgen möglich.
Anmeldung: E-Mail: dominik.fellner@univie.ac.at, Tel.: 01/4277 2703.